DAX, Milliarden

DAX: 7,4 Milliarden durch Everllence-Deal

25.06.2026 - 19:44:52 | boerse-global.de

Der DAX erholt sich nach dem Rheinmetall-Schock, bleibt aber knapp unter der 25.000er-Marke. Technische Indikatoren und starke Einzelwerte stützen die Erholung.

DAX Erholung: Leitindex nähert sich 25.000 Punkten
DAX - Abstrakte Darstellung eines Milliarden-Deals, mit stilisierten Finanzdaten und Andeutungen von Euro-Symbolen vor einer Stadtkulisse bei Dämmerung. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nach dem Rheinmetall-Schock vom Mittwoch atmet der deutsche Aktienmarkt auf. Der DAX erobert wichtige charttechnische Linien zurück. Die magische Marke von 25.000 Punkten bleibt aber vorerst unerreicht.

Der Leitindex stieg am Donnerstag um 0,79 Prozent auf 24.935,38 Punkte. Damit verringert sich der Abstand zum Allzeithoch auf gut zwei Prozent.

Auffällig war das extrem dünne Geschäft. Lediglich 18 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Das entspricht einem Einbruch von fast 80 Prozent gegenüber dem Wochenschnitt.

Volkswagen und Infineon treiben an

Infineon führte den Index mit einem Plus von fast fünf Prozent an. Der Chipwert profitierte von starken Vorgaben des US-Konkurrenten Micron. Volkswagen lieferte einen eigenen Impuls. Die Wolfsburger verkaufen 51 Prozent ihrer Großmotorentochter Everllence an Bain Capital. Das bringt 7,4 Milliarden Euro in die Kasse.

Auf der Gegenseite bremsten defensive Werte und Rüstungstitel die Erholung. Fresenius Medical Care verlor als Schlusslicht über vier Prozent. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall gab weiter nach. Die Nachwehen des gestrichenen Fregattenkaufs belasten die Aktie weiterhin. Schwergewicht SAP verbuchte ebenfalls leichte Verluste.

Charttechnik signalisiert Entspannung

Technisch hellt sich das Bild auf. Der DAX notiert wieder komfortabel über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Diese wichtige Trendlinie verläuft aktuell bei 24.592 Punkten. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 54 eine neutrale Marktlage.

Rückenwind kommt von den internationalen Märkten. Die US-Börsen starteten fester in den Handel. Parallel dazu sanken die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen auf 4,37 Prozent. Auch der Ölpreis gab leicht nach. Die Folge: Ein freundliches Umfeld für Aktien. Für die nächste Sitzung bleibt die Widerstandszone knapp unter 25.000 Punkten die entscheidende Hürde.

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