DAX: Bären übernehmen wieder
26.03.2026 - 12:27:51 | boerse-global.deDer Iran-Konflikt lässt die Märkte nicht zur Ruhe kommen. Nach der kurzen Verschnaufpause zur Wochenmitte dreht die Stimmung am Donnerstag erneut ins Negative — der DAX wird vorbörslich rund ein Prozent tiefer bei etwa 22.730 Punkten erwartet.
Der Auslöser ist schnell gefunden: Der Ölpreis der Nordseesorte Brent kletterte wieder auf über 104 Dollar, nachdem er am Mittwoch noch kurz unter die 100-Dollar-Marke gerutscht war. Dieser Rücksetzer hatte die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung kurzzeitig genährt — doch die Drohgebärden aus Washington haben diese Erwartungen wieder gedämpft. Solange der Ölpreis als wichtigster Gradmesser für Inflations- und Konjunktursorgen so hoch notiert, bleibt der Gegenwind für die Aktienmärkte spürbar.
Charttechnik zeigt klares Bild
Die technischen Indikatoren sprechen eine deutliche Sprache. Seit rund einem Monat bildet der DAX einen Abwärtstrend mit absinkenden Hoch- und Tiefpunkten aus — ein klassisches Muster, das Analysten durch sich nach unten ausweitende Bollinger-Bänder und Verkaufssignale der gleitenden 20-, 50- und 200-Tage-Durchschnitte bestätigt sehen.
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Die kurzfristige Erholung der vergangenen zwei Handelstage hat zwar die Slow Stochastik aus dem überverkauften Bereich befreit und ein isoliertes Kaufsignal erzeugt. Doch das ändert nichts am übergeordneten Bild. Entscheidend wird nun sein, ob der Index eine neue Verkaufswelle vorbereitet. Das nächste relevante Unterstützungsniveau liegt beim Tagestief vom 24. März bei 22.346 Punkten. Gibt auch diese Zone nach, rückt das Mehrmonatstief vom 23. März bei 21.860 Punkten ins Blickfeld.
Asien schwach, Unternehmensseite gemischt
Rückendeckung kommt auch aus Fernost — allerdings nur für die Bären. In Tokio verliert der Nikkei 225 rund 0,3 Prozent, der Hang Seng in Hongkong gibt sogar knapp 1,9 Prozent nach. Der Shanghai Composite rutscht ebenfalls ins Minus.
Auf der Unternehmensseite liefert der heutige Tag ein gemischtes Bild. Kontorn enttäuscht mit seinem Gewinnziel für 2026 und wird vorbörslich mit einem Abschlag von rund sieben Prozent bestraft. Stabilisierend wirken hingegen Heidelberg Materials nach einer angekündigten Dividendenerhöhung sowie die Commerzbank nach positiven Analystenkommentaren. Das GfK-Konsumklima für April liefert zudem einen frischen Datenpunkt — ob er die Stimmung drehen kann, erscheint angesichts des geopolitischen Drucks fraglich.
Ein nachhaltiger Stimmungsumschwung beim DAX setzt voraus, dass der Leitindex die Marke von 23.644 Punkten — den aktuellen 20-Tage-Durchschnitt — zurückerobert. Erst ein Anstieg über das Verlaufshoch vom 10. März bei 24.067 Punkten würde das bearishe Szenario strukturell entkräften.
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