DAX, Frieden

DAX: Frieden schon eingepreist?

11.05.2026 - 11:39:19 | boerse-global.de

Der DAX verliert seine jüngsten Gewinne, da die Aussicht auf eine schnelle Friedenslösung im Nahen Osten schwindet und die Ölpreise wieder steigen.

DAX: Frieden schon eingepreist? - Foto: über boerse-global.de
DAX: Frieden schon eingepreist? - Foto: über boerse-global.de

Der DAX startet schwächer in die neue Woche. Nach dem Zwischenhoch von knapp über 25.150 Punkten — dem höchsten Stand seit Kriegsbeginn — hat der deutsche Leitindex die Wochengewinne fast vollständig wieder abgegeben. Der Grund: Die Hoffnung auf einen schnellen Frieden im Nahostkonflikt verflüchtigt sich zusehends.

Verhandlungen im Stillstand

US-Präsident Trump bezeichnete die jüngste iranische Antwort auf den amerikanischen Friedensvorschlag als „völlig inakzeptabel" und ließ weitere Drohungen folgen. Teheran zeigte sich unbeeindruckt, Israels Ministerpräsident Netanjahu bekräftigte, den Krieg bis zur Klärung aller offenen Fragen zum iranischen Atomprogramm fortzuführen. Ein diplomatischer Ausweg ist nicht in Sicht.

Portfolio-Manager Thomas Altmann bringt es auf den Punkt: Der Markt hatte einen schnellen Frieden bereits eingepreist — nun wird er wieder ausgepreist. Das drückt sich direkt in den Ölpreisen aus, die erneut anziehen und damit die Inflationssorgen in Europa anfachen. Für Volkswirte wie jene bei Berenberg erhöht sich damit das Risiko einer Stagflation in der Eurozone spürbar.

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Zwischen Berichtssaison und Makrodruck

Zum Wochenstart rücken noch einige Quartalszahlen in den Fokus. Hannover Rück meldete heute einen Gewinnsprung auf 711 Millionen Euro im ersten Quartal — fast das Anderthalbfache des Vorjahreswerts. Die Aktie gibt vorbörslich dennoch leicht nach, was zeigt, wie sehr die Makrolage derzeit das Einzelwertgeschehen überlagert.

GEA lieferte Zahlen im Rahmen der Erwartungen und bestätigte die Jahresziele — wenig Überraschungspotenzial, kaum Kursbewegung. Der X-DAX deutet für den Handelsbeginn ein Minus von rund 0,2 Prozent auf etwa 24.290 Punkte an.

Die Handelsspanne für heute dürfte sich zwischen 23.900 und 24.400 Punkten bewegen. Rücksetzer wurden zuletzt zwar schnell gekauft — das Sentiment bleibt also nicht ohne Substanz. Gleichzeitig wirft das bevorstehende Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping sowie der anstehende Führungswechsel bei der US-Notenbank zusätzliche Fragezeichen auf. Kevin Warsh übernimmt am Freitag das Amt von Jerome Powell — ein Wechsel, der die Zinspolitik der Fed mittelfristig neu definieren könnte.

Ein bemerkenswertes Signal am Rande: Trotz trüber Stimmungsindikatoren — der ifo-Index auf dem tiefsten Stand seit der Corona-Krise, der ZEW-Index bei -17,2 Punkten — kaufen Vorstände deutscher Unternehmen weiterhin Aktien ihrer eigenen Häuser. Der DAX notiert dabei nur knapp zwei Prozent unter seinem Allzeithoch. Wer also nur auf die Sentiment-Barometer schaut, bekommt ein verzerrtes Bild.

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