DAX, Iran-Konflikt

DAX in Achterbahnstimmung: Erholung nach Iran-Kriegshoffnungen – Sentiment-Index fällt leicht auf +19

26.03.2026 - 10:34:18 | ad-hoc-news.de

Der DAX hat sich am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 22.957 Punkte erholt, getrieben von US-Plänen für ein Kriegsende im Iran-Konflikt. Das Sentiment bei institutionellen Investoren verschlechtert sich nur marginal, während Privatanleger vorsichtiger werden. Experten erwarten Gewinnmitnahmen ab 23.600 Punkten.

DAX,  Iran-Konflikt,  Sentiment-Index - Foto: THN
DAX, Iran-Konflikt, Sentiment-Index - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch, den 25. März 2026, eine deutliche Erholung hingelegt und schloss mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 22.957 Punkten. Der Anstieg wurde vor allem durch Berichte über einen US-15-Punkte-Plan für das Kriegsende im Iran-Konflikt ausgelöst, die kurzfristig für Optimismus sorgten. Nach einem massiven Abverkauf durch Eskalationsnachrichten aus dem Nahen Osten schoss der Index temporär um 6 Prozent hoch, endete aber mit einem Wochensverlust von 3,6 Prozent.

Stand: Donnerstag, 26. März 2026, 10:33 Uhr (Europe/Berlin)

Sentiment-Index zeigt gemischte Signale

Der Deutsche Börse Sentiment-Index für institutionelle Investoren mit mittelfristigem Horizont fiel um 6 Punkte auf +19. Überraschend schrumpfte das Bullenlager nur um 3 Prozentpunkte, während sich die Bärenpositionen ausbauten. Bei Privatanlegern verschlechterte sich die Stimmung stärker: Der Index rutschte um 13 Punkte auf +12, mit einem Anstieg der Bären auf über 60 Prozent. Die Erholung vom Montag wird als Grund für neue bullische Positionen gesehen, die jedoch von weiteren Aufschwüngen abhängen.

Ifo-Geschäftsklima trifft Erwartungen – Rezessionsängste wachsen

Das Ifo-Institut meldete für März einen Geschäftsklimaindex von 86,4 Punkten, nach 88,4 im Februar – der tiefste Stand seit Februar 2025. Ökonomen hatten mit 86,0 Punkten gerechnet. Die Umfrage unter 9.000 Führungskräften unterstreicht die anhaltende Unsicherheit durch geopolitische Spannungen und schwache Nachfrage. Für den Sammelindex wird ein Rückgang auf 85,5 Punkte prognostiziert, was die Belastung für DAX-Unternehmen verstärkt.

DAX-Top- und Flop-Aktien im Fokus

Im DAX dominierten Energie- und Bankenwerte: Siemens Energy stieg um 4,55 Prozent auf 158,40 Euro, Infineon um 3,51 Prozent auf 39,66 Euro, Deutsche Bank um 3,22 Prozent auf 25,80 Euro. Schwäche zeigten defensive Titel wie Deutsche Börse mit minus 1,08 Prozent auf 238,90 Euro, SAP um 0,49 Prozent auf 146,90 Euro. Die Deutsche Bank-Aktie wies das höchste Handelsvolumen mit 6,3 Millionen Stück auf. Seit Jahresbeginn liegt der DAX um 6,52 Prozent im Minus, mit einem Jahreshoch bei 25.509 Punkten und Tief bei 21.864 Punkten.

Geopolitische Treiber: Vom Absturz zur Mini-Euphorie

Schlechte Nachrichten vom Iran-Krieg lösten zeitweise Verluste von über 2.000 Punkten aus. Eine Trump-Kurznachricht über Ultimatsverlängerung und Verhandlungen drehte die Stimmung innerhalb von 15 Minuten. US-Medien berichteten von einem 15-Punkte-Plan für Frieden, was den Markt antrieb. Analysten von ActivTrades warnen jedoch: Der freie Fall ist gestoppt, aber echte Erleichterung fehlt. Asiatische Märkte rotieren heute, was auf anhaltende Vorsicht hinweist.

Ausblick: Gewinnmitnahmen und Widerstände

Experten rechnen mit Gewinnmitnahmen bei 23.600 bis 23.650 Punkten, die einer stärkeren Erholung im Weg stehen. Für den Donnerstag, den 26. März 2026, wird ein schwächerer DAX erwartet, beeinflusst von roten Asien-Börsen und US-Tech-Rückgängen nach Gerichtsurteilen gegen Meta und Alphabet. Der LUS-DAX stieg zum Mittwochsende, bleibt aber jahresanfangs negativ. Fundamentale Stärke bei Emittenten wie Deutsche Börse (ISIN: DE0005810055) bietet Aufholpotenzial, trotz kurrenter Schwäche.

Implikationen fĂĽr Anleger im DACH-Raum

Private und professionelle Investoren im deutschsprachigen Raum sollten die Volatilität nutzen, aber Risiken durch Iran-Konflikt und Ifo-Daten beachten. Defensive Sektoren wie Börsenbetreiber bieten Stabilität, während Energie- und Bankaktien von Friedenshoffnungen profitieren. Die Stimmungsumkehr zeigt, wie sensibel Märkte auf Geopolitik reagieren. Langfristig könnten niedrige KGVs wie bei Porsche (3,03) und hohe Dividendenrenditen bei VW (6,96 Prozent) attraktiv sein. Der DAX wöchentlicher Zuwachs von 4,52 Prozent seit Montag unterstreicht Erholungspotenzial, birgt aber Rücksetzer-Risiken.

Markttechnische Analyse und Risikofaktoren

Der DAX testet derzeit die 23.000er-Marke, mit Support bei 22.600 Punkten. Die Sentiment-Daten deuten auf kurzfristige Käufe hin, doch das Bärenlager wächst. Externe Faktoren wie US-Zinsen, China-Wachstum und EU-Politik belasten. BASF eröffnete ein neues Werk in China, was für Chemieaktien positiv ist. Im DAX hat SAP die höchste Marktkapitalisierung mit 172 Mrd. Euro. Anleger sollten diversifizieren und Stop-Losses setzen, angesichts der Achterbahnfahrt.

WeiterfĂĽhrende Quellen

Deutsche Börse Sentiment-Index
n-tv: Börsen-Tag Mittwoch
Deutsche Börse: Aktien Frankfurt Schluss
Finanzen.at: DAX-Performance

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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