DAX: Iran-Schock trifft Berichtssaison
12.05.2026 - 20:28:54 | boerse-global.deDer DAX startet den Dienstag mit deutlichen Abschlägen. Rund 24.165 Punkte zeigt das Börsenbarometer am Morgen — ein Minus von 0,8 Prozent. Die psychologisch wichtige 24.000er-Marke rückte zwischenzeitlich bedrohlich nah.
Auslöser ist die erneute Eskalation im Nahost-Konflikt. Die seit fast fünf Wochen geltende Waffenruhe mit dem Iran hängt nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Teherans jüngster Vorschlag zur Kriegsbeendigung habe die Situation weiter verhärtet, so Trump in Washington. Gleichzeitig verschärfte Washington den wirtschaftlichen Druck auf den Iran durch neue Sanktionen. Marktbeobachter rechnen damit, dass das Thema die Börsen noch lange begleiten wird — eine schnelle Lösung scheint nicht in Sicht.
Ă–l, Inflation, Zinsdruck
Im Kern läuft die Marktlogik derzeit über den Ölpreis. Sollte Brent dauerhaft über der Marke von 100 Dollar je Barrel notieren, droht ein weiterer Inflationsschub — mit allen Konsequenzen für die Geldpolitik. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen im April bereits auf 2,9 Prozent, den höchsten Stand seit Dezember 2023. Für die USA erwarten Strategen, dass sich die April-Inflation eher der Vier- als der Dreiprozentmarke nähern dürfte.
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Das ZEW-Institut liefert heute ein gemischtes Bild: Die Konjunkturerwartungen für Deutschland hellten sich im Mai zwar um 7,0 Punkte auf — verbleiben mit -10,2 Zählern aber klar im negativen Bereich. Der Lageindikator verschlechterte sich gleichzeitig auf -77,8 Punkte. Besonders unter Druck: Automobilbranche (-57,2 Punkte) und Maschinenbau (-32,1 Punkte). Ein vorsichtiger Lichtblick kommt allein aus dem IT-Sektor, dessen Ausblick sich um 12,1 Punkte verbesserte.
Einzelwerte mit eigenem Rhythmus
Inmitten des Gegenwinds setzt die Berichtssaison eigene Akzente. Bayer gehört mit einem Plus von rund 4,5 Prozent zu den wenigen Gewinnern im DAX — starke Geschäfte mit Soja- und Maissaatgut sowie Fortschritte beim Sparprogramm überzeugten Anleger. Munich Re bildet dagegen das Schlusslicht mit einem Minus von rund 4,0 Prozent, nachdem sowohl Nettogewinn als auch operatives Ergebnis hinter den Erwartungen zurückblieben.
Siemens Energy gibt trotz positiver Quartalszahlen und einer angekündigten Sonderausschüttung an die Aktionäre nach — Gewinnmitnahmen nach einem starken Jahresverlauf drücken den Kurs. Im Nebenwertebereich sticht Jenoptik hervor: Ein Auftragssprung von 74 Prozent im Halbleitergeschäft trieb den Kurs auf über 12 Prozent ins Plus.
Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten bleibt damit in weiter Ferne. Trumps bevorstehende China-Reise weckt am Markt zumindest Hoffnung, dass Peking als Vermittler im Iran-Konflikt auftreten könnte — chinesische Raffinerien zählen zu den wichtigsten Abnehmern iranischen Öls. Bis dahin bestimmen die Bären das Geschehen.
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