DAX: Mai-Effekt trifft Realität
16.05.2026 - 02:23:26 | boerse-global.deDie Euphorie nach dem US-China-Gipfel hat kaum einen Tag gehalten. Heute verabschiedete sich der DAX mit einem Minus von 2,1 Prozent aus dem Handel — bei 23.950 Punkten, klar unterhalb der psychologisch wichtigen 24.000er-Marke.
Was zunächst wie ein vielversprechender Auftakt wirkte, entpuppte sich schnell als Strohfeuer. Das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking ließ mehr Fragen offen als es beantwortete. Trump behauptete, Zölle seien kein Thema gewesen — stattdessen soll China Käufe in Milliardenhöhe in den USA zugesagt haben. Viele Marktteilnehmer begegnen solchen Aussagen mit Skepsis, und diese Skepsis war heute an den Kursen abzulesen.
Gleich mehrere Baustellen belasten
Hinzu kommt die ungeklärte Lage im Nahen Osten. Der Iran-Konflikt zeigt keine Zeichen der Entspannung, der Ölpreis kletterte am Nachmittag auf rund 109 Dollar je Fass der Nordsee-Sorte Brent — ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vortag. Steigende Energiepreise schüren Inflationssorgen, und die wiederum drücken auf die Stimmung an den Aktienmärkten.
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Der Brückentag, an dem ohnehin weniger Akteure aktiv waren, verstärkte die Bewegung noch. Wer heute dabei war, wollte Risiko abbauen — notfalls mit deutlichen Abschlägen. Kurz vor dem Wochenende wollte kaum jemand mit offenem Buch in eventuelle Eskalationen gehen, sei es im Nahen Osten oder im transatlantischen Handelsgefecht.
Schwere Verluste quer durch den Index
Im Index selbst traf es besonders die Zykliker. Heidelberg Materials büßte über sieben Prozent ein, Siemens und MTU verloren jeweils rund fünf Prozent. Der Technologiesektor stand ebenfalls unter Druck — schwache US-Tech-Werte zogen auch hiesige Titel nach unten.
Lichtblicke gab es kaum. SAP legte bis kurz vor Handelsschluss gut zwei Prozent zu, die Rückversicherer aus Hannover und München behaupteten sich mit kleinen Gewinnen im Plus. Defensive Werte als sicherer Hafen — ein klassisches Muster in Stressphasen.
Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt damit weiter in die Ferne. Der Abstand beträgt inzwischen mehr als 1.500 Punkte. Und mit dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh, der gerade erst sein Amt angetreten hat und frühestens in einigen Monaten eigene geldpolitische Impulse setzen dürfte, fehlt auch aus dieser Richtung vorerst Rückenwind. Das saisonale Muster — Börsianer sprechen vom Mai-Phänomen — könnte den Markt noch eine Weile begleiten.
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