DAX, Allzeithoch

DAX: Neues Allzeithoch bei 25.827

04.07.2026 - 16:11:50 | boerse-global.de

Der DAX erreicht ein neues Allzeithoch bei 25.827 Punkten, getrieben von Reformpaketen und sinkenden Zinssorgen in den USA.

DAX auf Rekordjagd: Neue politische Impulse treiben den Leitindex
DAX - Ein stilisierter, aufsteigender Börsenkurs-Graph auf einem digitalen Display mit unscharfer Frankfurter Skyline im Vordergrund. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der deutsche Leitindex startet mit beispiellosem Schwung in die neue Woche. Berlin liefert frische politische Impulse. Parallel dazu schwinden in den USA die Sorgen vor raschen Zinserhöhungen. Das treibt den Aktienmarkt in ungeahnte Höhen.

Der Sprung aufs Allzeithoch

Am Freitag schloss der DAX bei 25.779 Punkten. Das entspricht einem soliden Tagesplus von 0,8 Prozent. Im Handelsverlauf markierte das Barometer bei knapp 25.827 Zählern ein neues Allzeithoch.

Bereits am Donnerstag hatte der Markt kräftig zugelegt. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus des Leitindex nun auf gut fünf Prozent. Dennoch verlief der Freitagshandel nicht komplett geradlinig. Zur Mittagszeit schmolzen die Gewinne zeitweise ab. Kurz vor Handelsschluss griffen die Käufer dann wieder zu.

Als Haupttreiber gilt das neue Reformpaket der Bundesregierung. Analysten sehen darin zusammen mit der jüngsten Rentenreform einen spürbaren Fortschritt. Hinzu kommen schwächere US-Arbeitsmarktdaten. Diese dämpfen die Erwartungen an die US-Notenbank Fed.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juli fiel deutlich. Am Terminmarkt rechnen Händler nur noch mit einer Chance von rund 17 Prozent. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 29 Prozent.

Gewinner und Verlierer im Fokus

Auf Sektorebene glänzten Versorger und Technologiewerte. E.ON führte die Gewinnerliste mit einem Kursaufschlag von 3,6 Prozent an. Rückenwind kam hier von einer positiven Branchenstudie der Investmentbank Morgan Stanley.

Auch Infineon feierte Erfolge auf dem Parkett. Die Aktie stieg um 2,1 Prozent. Das Unternehmen feierte zudem die Eröffnung eines neuen Mega-Werkes in Dresden. Der europäische Halbleitersektor zeigte sich nach der Korrektur der Vorwoche generell erholt.

SAP und Rheinmetall standen hingegen auf der Verliererliste. SAP gab um 1,5 Prozent nach. Bei Rheinmetall drückte eine operative Verzögerung den Kurs um 1,9 Prozent. Ein behördlicher Baustopp betrifft sechs F126-Fregatten des Rüstungskonzerns.

Die Wall Street lieferte zuletzt ein geteiltes Bild. Am Donnerstag kletterte der Dow Jones auf den Rekordstand von 52.900 Punkten. Der Tech-Index Nasdaq gab indes um 0,8 Prozent nach. Anleger schichteten Kapital von den bisherigen KI-Favoriten in Nachzügler und zyklische Werte um. Am Freitag ruhte der US-Handel feiertagsbedingt.

Makrodaten und Blick nach vorn

Die Konjunkturdaten aus der Eurozone zeichnen aktuell ein gemischtes Bild. Der Einkaufsmanagerindex für den Privatsektor stabilisierte sich im Juni bei exakt 50 Punkten. Deutschlands Privatsektor schrumpfte indes. Hier belastet vor allem die Schwäche im Dienstleistungsbereich.

In der kommenden Woche startet die Berichtssaison für das zweite Quartal. Die Zahlen liefern harte Fakten zur Widerstandsfähigkeit der Unternehmen im aktuellen Zinsumfeld. Charttechnisch stützt nun das Niveau um 25.581 Punkte. Auf der Oberseite bildet das frische Allzeithoch den direkten Widerstand.

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