DAX: Neues Jahrestief in Sicht?
21.04.2026 - 10:10:31 | boerse-global.deDie Straße von Hormus ist geschlossen — und die Nervosität an den Märkten wächst. Der DAX beendete den Montag mit einem Minus von 1,15 Prozent bei 24.418 Punkten. Seit Jahresbeginn steht damit ein kleines Minus zu Buche.
Ölpreis trifft Konjunktursorgen
Der bestimmende Faktor war Brent-Rohöl, das zeitweise auf über 95 US-Dollar je Barrel kletterte. Durch die Straße von Hormus fließen rund 20 Prozent des weltweiten Öltransports. Eine anhaltende Blockade würde die Inflation neu befeuern — und die EZB in die Bredouille bringen. Die Notenbank kann kaum lockern, während die Energiepreise steigen und die Wirtschaft gleichzeitig abkühlt.
Aussagen von US-Präsident Trump, der eine Verlängerung des Waffenstillstands als unwahrscheinlich bezeichnete, drückten am Nachmittag zusätzlich auf die Stimmung. Kein Wunder, dass konjunktursensible Titel besonders litten.
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Klare Gewinner, klare Verlierer
Die Sektorrotation war eindeutig. MTU Aero Engines verlor 4,33 Prozent — Kerosinkosten und Reisesorgen trafen den Triebwerksbauer hart. SAP gab 3,87 Prozent ab, belastet durch die allgemeine Tech-Schwäche bei steigenden Anleiherenditen. Volkswagen und Heidelberg Materials folgten mit Abschlägen von rund zwei Prozent.
Auf der Gewinnerseite profitierte RWE mit plus 2,61 Prozent direkt von den hohen Energiepreisen. Deutsche Börse legte 1,07 Prozent zu — als klassischer Profiteur erhöhter Volatilität. Commerzbank hielt sich mit plus 1,16 Prozent stabil, gestützt durch das hohe Zinsumfeld.
Technisch noch im grünen Bereich
Der DAX notiert weiterhin knapp über seiner 200-Tage-Linie bei rund 24.115 Punkten — das ist der entscheidende Puffer. Fällt dieser Support, rückt die 24.000-Punkte-Marke ins Blickfeld. Der RSI liegt bei 30,6 und damit am Rand des überverkauften Bereichs. Das deutet auf erhöhten Verkaufsdruck hin, lässt aber auch Raum für eine technische Gegenbewegung.
Am Dienstag richten sich die Blicke auf neue Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Sie sollen zeigen, wie stark die Energiekrise bereits in der Industrie ankommt. Hält die Lage am Hormus an, dürfte die 200-Tage-Linie schon bald einem ernsthaften Test ausgesetzt sein.
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