Dax startet bei 25.555 Punkten vor Fed-Entscheid zurĂŒckhaltend
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:34 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSMarktdaten und Termine am Mittwoch
- Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 25.555 Punkten berechnet.
- Ein Euro kostete 1,1123 US-Dollar, wÀhrend Gold bei 4.048 US-Dollar je Feinunze lag.
- Der Brent-Ălpreis stieg gegen 9 Uhr deutscher Zeit auf 115,10 US-Dollar je Fass.
Dax wartet auf Fed und Technologiebilanzen
Der Dax ist am Mittwochmorgen zurĂŒckhaltend in den Handel gestartet und lag gegen 9:30 Uhr mit rund 25.555 Punkten 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau des Vortags. Anleger richten den Blick auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank sowie die Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft am Abend.
Asien sorgt fĂŒr RĂŒckenwind
Starke Quartalszahlen des Halbleiterherstellers SK Hynix trieben den Technologiesektor in SĂŒdkorea an und stĂŒtzten damit auch die Stimmung an den europĂ€ischen MĂ€rkten. Zudem stĂ€rkte der erfolgreiche Börsenstart des indischen Technologiekonzerns Jio die Zuversicht, dass der KI-Boom trotz hoher Bewertungen weiteres Wachstum liefern kann.
Positive Impulse kamen auĂerdem aus der europĂ€ischen Berichtssaison. Die Ergebnisse von Deutscher Bank, BASF und BNP Paribas stĂŒtzten die Stimmung; insbesondere die Banken profitierten weiterhin von einem vergleichsweise gĂŒnstigen GeschĂ€ftsumfeld und signalisierten bislang keine gröĂeren Belastungen durch KreditausfĂ€lle.
Fed-Kommunikation im Mittelpunkt
Eine VerĂ€nderung der US-Leitzinsen wird nicht erwartet. Wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Energiepreise rechnen Marktteilnehmer jedoch mit besonderer Aufmerksamkeit fĂŒr die Kommunikation der Fed und die Zinsperspektive der kommenden Monate.
Bei Alphabet und Microsoft konzentriert sich der Blick auf das VerhÀltnis zwischen den hohen Investitionen in KI-Infrastruktur und der Entwicklung der freien Cashflows. Die Technologiekonzerne stehen damit vor der Aufgabe, neben weiteren Wachstumschancen auch die langfristige Finanzierbarkeit ihrer Investitionen zu untermauern.
Euro, Gold und Ăl bewegen sich unterschiedlich
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung gab am Morgen leicht nach. Ein Euro kostete 1,1123 US-Dollar, ein Dollar war fĂŒr 0,8990 Euro zu haben.
Der Goldpreis sank um 0,4 Prozent auf 4.048 US-Dollar je Feinunze, entsprechend 116,99 Euro pro Gramm. Der Preis fĂŒr ein Fass Brent stieg dagegen gegen 9 Uhr deutscher Zeit um 1,1 Prozent auf 115,10 US-Dollar.
Der Dax steht vor einem ungewöhnlich nachrichtenreichen Abend. Neben der Zinsentscheidung der US-Notenbank erwarten Anleger die Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft. Beide Ereignisse können die Bewertung von Aktien deutlich beeinflussen, obwohl sie unterschiedliche KanĂ€le betreffen: Die Fed bestimmt die Finanzierungskosten, die Technologiekonzerne mĂŒssen die Ertragskraft ihrer hohen KI-Ausgaben belegen.
Fed zwischen Inflation und Wachstum
Eine unverĂ€nderte Zinspolitik gilt an den MĂ€rkten als wahrscheinlich. Entscheidend ist daher der kommunikative Kurs der Notenbank. Steigende Energiepreise können den Inflationsdruck erhöhen und den Spielraum fĂŒr spĂ€tere Zinssenkungen begrenzen. FĂŒr Aktien zĂ€hlt damit weniger der Beschluss allein als der Ausblick auf die kommenden Monate.
Die Geldpolitik wirkt ĂŒber Anleiherenditen, Wechselkurse und Unternehmensbewertungen auch auf deutsche Aktien. Ein vorsichtiger oder restriktiver Ton kann besonders zinssensitive Wachstumswerte belasten und den Euro stĂŒtzen; eine entgegenkommende Kommunikation könnte dagegen die Risikobereitschaft erhöhen.
KI-Investitionen im Renditetest
Die starken Zahlen des Halbleiterherstellers SK Hynix haben den Optimismus im asiatischen Technologiesektor gestĂ€rkt. Zugleich bleibt die zentrale Frage, ob die hohen Ausgaben fĂŒr Rechenzentren und KI-Infrastruktur in dauerhaft steigende UmsĂ€tze und freie Cashflows mĂŒnden.
FĂŒr den Dax bilden die Ergebnisse europĂ€ischer Unternehmen einen zusĂ€tzlichen Puffer, insbesondere aus dem Banken- und Industriesektor. Der weitere Handel dĂŒrfte dennoch stark von den US-Nachrichten abhĂ€ngen: Zinsausblick und Technologiebilanzen setzen unterschiedliche Signale, die Anleger noch am selben Abend neu gewichten mĂŒssen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: âTech-Aktien steigen krĂ€ftig: SK hynix stĂ€rkt Vertrauen in KIâ (28.10.2026)
Der Beitrag beschreibt starke Kursgewinne asiatischer Technologieaktien nach den SK-Hynix-Zahlen und verweist auf die anstehenden Bilanzen von Microsoft und Alphabet. Anders als die dts-Meldung richtet er den Blick zusĂ€tzlich auf die internationale Marktlage und steigende Ălpreise.
Euronews: âFed-Entscheid im Fokus: Warsh ringt mit hoher Inflation, Ălpreisen und US-Zwischenwahlenâ (27.10.2026)
Der Artikel stellt die erwartete Zinspause dem Inflations- und Energiepreisdruck gegenĂŒber und betont die Bedeutung der Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh. Gemeinsam ist beiden BeitrĂ€gen die EinschĂ€tzung, dass nicht nur der Zinsbeschluss, sondern vor allem der weitere geldpolitische Kurs die MĂ€rkte bewegen kann.
Die Berichte stimmen beim Fokus auf Fed, Ălpreise und US-Technologiebilanzen ĂŒberein. Unterschiedliche Schwerpunkte liegen bei der internationalen Börsenreaktion und den geldpolitischen Risiken; offen bleibt, wie die Fed kommuniziert und wie Alphabet und Microsoft ihre KI-Ausgaben begrĂŒnden.
