DAX, Iran-Krieg

DAX startet stark in den April 2026: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Leitindex um 2 Prozent höher

01.04.2026 - 16:03:02 | ad-hoc-news.de

Der DAX legt am 1. April 2026 mit Gewinnen von rund 2 Prozent auf 23.100 Punkte zu. Geopolitische Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran beflügeln die Märkte, während Institute das Wachstum herabstufen. Rheinmetall führt die Gewinner an.

DAX, Iran-Krieg, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX ist am Mittwoch, dem 1. April 2026, mit kräftigen Gewinnen in den neuen Monat gestartet. Anleger reagieren optimistisch auf Signale eines möglichen Endes des Iran-Kriegs, was den Index um bis zu 2 Prozent auf etwa 23.131 Punkte treibt.

Stand: 1. April 2026, 14:02 Uhr (Europe/Berlin)

Starker Börsenstart durch geopolitische Hoffnungen

Der X-DAX signalisierte frühmorgens ein Plus von 1,9 Prozent auf 23.107 Punkte, während der tatsächliche DAX bei Eröffnung um 2,0 Prozent auf 23.131 Punkte kletterte. Diese Erholung folgt auf Verluste im März, als der Nahost-Konflikt den Index um rund zehn Prozent belastete. US-Präsident Donald Trump äußerte die Erwartung eines Kriegsendes in zwei bis drei Wochen, was Ölpreise entlastet und risikobereite Investments begünstigt.

Der gestrige Schlussstand lag bei 22.680 Punkten mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent, nach einem Montagsplus von 1,2 Prozent. Diese Erholung setzt sich fort und signalisiert Zuversicht trotz anhaltender Unsicherheiten.

Rheinmetall an der Spitze der Gewinner

Im DAX führen Rüstungswerte die Liste an. Rheinmetall-Aktien notieren mit Aufschlägen von 6,8 Prozent auf 1.542 Euro. Dies dürfte eine technische Korrektur nach jüngsten Verlusten darstellen. Analysten der Citigroup bewerten die Aktie mit 'Neutral' und einem Kursziel von 1.480 Euro, da die Nachfrage nach Waffen und Munition nachlassen könnte.

Andere Rüstungsfirmen profitieren ebenfalls von der Stimmungsaufhellung, obwohl der Sektor durch den potenziellen Kriegsfrieden langfristig unter Druck geraten könnte.

Wirtschaftsinstitute senken Wachstumsprognose drastisch

Gegen den Börsenoptimismus steht eine düstere Konjunkturprognose. Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrer Gemeinschaftsdiagnose das BIP-Wachstum für 2026 auf 0,6 Prozent (zuvor 1,3 Prozent) und für 2027 auf 0,9 Prozent (zuvor 1,4 Prozent) gekürzt. Die Inflation wird bei 2,8 Prozent erwartet. Der Iran-Krieg wirkt als Trendverstärker für die Bremsung des Wachstums.

Diese Herabstufung unterstreicht die Belastungen durch Energiepreise und geopolitische Risiken, die die deutsche Wirtschaft nachhaltig treffen.

Marktbreite und Sektortrends

Der MDax und TecDax zeigen ähnliche Gewinne, getrieben von Energie- und Rüstungsaktien. Hohe Umsätze gibt es bei ETFs und ETCs zu Öl und Gas, da steigende Preise den Handel beleben. Der deutsche IPO-Markt startet robust ins Jahr 2026, dominiert von Rüstungsfirmen.

Im Vergleich zu internationalen Märkten: US-Futures deuten auf Gewinne hin, unterstützt durch Trumps Aussagen. Europäische Indizes wie CAC 40 und FTSE 100 folgen dem DAX-Trend.

Ausblick und Risiken für Anleger

Für private und professionelle Anleger im DACH-Raum bietet der aktuelle Rally eine Einstiegschance, birgt aber Risiken. Sollte das Kriegsende ausbleiben, könnten Ölpreise weiter steigen und die Inflation anheizen. Die Wachstumssenkung signalisiert Rezessionsrisiken, was defensive Positionen attraktiv macht.

Empfehlung: Diversifikation in ETFs auf DAX und Rohstoffe, mit Fokus auf Value-Aktien. Die Volatilität bleibt hoch, da Verhandlungen fragil sind.

Technische Analyse des DAX

Der DAX hat die 23.000-Punkte-Marke durchbrochen, ein wichtiges Resistenzlevel. Unterstützung liegt bei 22.500 Punkten. RSI-Indikatoren deuten auf Überkauftheit hin, was Korrekturen möglich macht. Langfristig zielt der Index auf 24.000 Punkte bei anhaltender Entspannung.

Historisch haben geopolitische Entspannungen schnelle Rallyes ausgelöst, gefolgt von Konsolidierungen.

Implikationen für DACH-Investoren

In Deutschland und der Schweiz profitieren Exporteure von fallenden Energiekosten. Österreichische Märkte korrelieren stark mit dem DAX. Institutionelle Anleger sollten Hedging-Strategien prüfen, z. B. via DAX-Futures.

Die Deutsche Euroshop meldete starke Bewertungsgewinne 2025, trotz höherer Zinsen. Dividendenkürzungen sind möglich.

Weiterführende Quellen

Ad-hoc-News: DAX-Start April 2026
Deutsche Börse: Ausblick Frankfurt
n-tv: Börsen-Tag 1. April 2026
Deutsche Börse: DAX-Eröffnung

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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