Dax, Ifo-Geschäftsklima

Dax steigt auf 25.411 Punkte – Siemens Energy vorn

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 17:49 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Der deutsche Leitindex profitierte von einer etwas freundlicheren Unternehmensstimmung und schloss bei 25.411 Punkten. Im Wochenverlauf richten sich die Blicke auf drei Notenbanksitzungen und zahlreiche Quartalsberichte.

Marktbewegungen zum Wochenauftakt

  • Der Dax schloss am Montag bei 25.411 Punkten und gewann 0,9 Prozent.
  • Siemens-Energy-Aktien fĂĽhrten die Kursliste mit einem Plus von mehr als vier Prozent an.
  • Eine Feinunze Gold kostete am Nachmittag 4.019 US-Dollar, 0,5 Prozent mehr als zuvor.
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Dax nimmt zum Wochenstart Fahrt auf

Der Dax hat zum Wochenstart deutlich zugelegt und bei 25.411 Punkten geschlossen. Der deutsche Leitindex gewann damit 0,9 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Siemens Energy fĂĽhrt die Kursliste an

Bis kurz vor Handelsschluss lagen die Aktien von Siemens Energy mehr als vier Prozent im Plus. Dahinter folgten Infineon und Hochtief.

Am Ende der Kursliste standen Symrise mit einem Minus von mehr als einem Prozent. Die Aktien der Deutschen Telekom und von Beiersdorf folgten.

Ifo-Daten stĂĽtzen die Stimmung

Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets verwies auf den Ifo-Geschäftsklimaindex. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen seien etwas besser ausgefallen als prognostiziert.

Die Daten nährten die Hoffnung auf eine allmähliche Stabilisierung der deutschen Konjunktur. Lipkow warnte zugleich, von einer nachhaltigen Erholung könne noch keine Rede sein, weil hohe Energiepreise Unternehmen und Verbraucher belasteten.

Notenbanken und Quartalszahlen im Fokus

In der neuen Handelswoche stehen Sitzungen der US-Notenbank Fed, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan an. Anleger dürften angesichts hoher Energiepreise und steigender Inflationsrisiken besonders auf die geldpolitische Kommunikation achten.

Auch die Berichtssaison erreicht einen Höhepunkt. Amazon, Alphabet und Microsoft legen ihre Quartalszahlen vor; in Deutschland berichten unter anderem die Deutsche Bank, Volkswagen und BASF.

Euro schwächer, Gold und Öl teurer

Der Euro kostete am Montagnachmittag 1,1182 US-Dollar. Ein Dollar war damit 0,8943 Euro wert.

Der Goldpreis stieg um 0,5 Prozent auf 4.019 US-Dollar je Feinunze, entsprechend 115,56 Euro pro Gramm. Ein Fass Brent-Ă–l kostete gegen 17 Uhr deutscher Zeit 117,10 US-Dollar und damit 41 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am vorherigen Handelsschluss.

Der Anstieg des Dax fällt mit einer leichten Verbesserung der deutschen Unternehmensstimmung zusammen. Der ifo-Geschäftsklimaindex erhöhte sich im Oktober auf 90,2 Punkte, nachdem er im September bei 89,9 Punkten gelegen hatte. Damit setzte sich die im Jahresverlauf beobachtete vorsichtige Aufhellung fort.

Die Entwicklung bleibt jedoch von einem niedrigen Niveau aus zu bewerten. Unternehmen beurteilen zwar sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Erwartungen etwas günstiger, zugleich belasten hohe Energiepreise, Finanzierungskosten und internationale Risiken die Gewinnperspektiven. Für Anleger ist deshalb entscheidend, ob sich die bessere Stimmung in tatsächlichen Investitionen, steigender Produktion und stabileren Unternehmensgewinnen niederschlägt.

Mehrere Markttreiber in einer Woche

Zusätzliche Impulse können die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen in den USA, im Euroraum und in Japan liefern. Änderungen bei Zinsen oder Kommunikation der Notenbanken beeinflussen unmittelbar die Bewertung von Aktien, Anleihen und Währungen. Gleichzeitig rückt die Berichtssaison in den Mittelpunkt: Die Zahlen großer Technologiekonzerne und deutscher Industrieunternehmen müssen zeigen, ob hohe Investitionen und gestiegene Kosten bereits in den Ergebnissen sichtbar werden.

Für private Anleger bedeutet das ein weiterhin schwankungsanfälliges Umfeld. Ein einzelner guter Konjunkturindikator verbessert die Stimmung, ersetzt aber keine nachhaltige Gewinnentwicklung. Besonders aufmerksam beobachten die Märkte daher Ausblicke, Margen und Aussagen zu Energie- und Finanzierungskosten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Deutsche Geschäftsstimmung steigt im Oktober trotz globaler Wirtschaftsrisiken“ (26.10.2026)

Der Beitrag hebt den Anstieg des ifo-Index auf 90,2 Punkte hervor und ordnet ihn trotz internationaler Risiken als Verbesserung der deutschen Unternehmensstimmung ein. Damit bestätigt er den konjunkturellen Hintergrund der Dax-Bewegung, setzt den Schwerpunkt aber stärker auf globale Belastungen.

tagesschau: „Ifo-Index: Konjunkturbelebung setzt sich fort“ (26.10.2026)

Die Meldung nennt ebenfalls den Anstieg um 0,3 Punkte auf 90,2 Punkte und bewertet ihn als Fortsetzung der Konjunkturbelebung. Im Unterschied zur Börsenmeldung steht dort der Stimmungsindikator im Mittelpunkt; offen bleibt, wie schnell daraus eine breitere wirtschaftliche Erholung entsteht.

Beide Beiträge bestätigen die leichte Verbesserung der Geschäftsstimmung. Unterschiede bestehen vor allem bei der Gewichtung: Während der Pressespiegel die Konjunkturdaten herausstellt, verbindet die Börsenmeldung sie mit Geldpolitik, Energiepreisen und der laufenden Berichtssaison.

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