DAX, Iran-Krieg

DAX zeigt leichte Erholung im frühen Handel am 31. März 2026 – Monatsverluste von rund zehn Prozent durch Iran-Krieg drücken den Index

31.03.2026 - 16:42:49 | ad-hoc-news.de

Der DAX notiert im frühen Handel bei etwa 22.590 Punkten mit leichtem Plus, nach einem schwachen März mit rund zehn Prozent Verlust aufgrund geopolitischer Spannungen im Iran-Konflikt. Trotz Volatilität deuten freundliche Tendenzen auf Stabilisierung hin – Chancen für DACH-Anleger in Energie-ETFs und defensiven Werten.

DAX, Iran-Krieg, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der Deutsche Aktienindex DAX zeigt am Dienstag, 31. März 2026, eine leichte Erholungstendenz und notiert im frühen Handel bei etwa 22.590 Punkten. Dies folgt auf ein Vortagesplus von 1,2 Prozent auf 22.563 Punkte und signalisiert eine gebremste Fortsetzung der Erholung trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten durch den Iran-Konflikt.

Stand: Dienstag, 31. März 2026, 16:42 MEZ

Volatile Seitwärtsbewegung prägt den März

Im März 2026 hat der DAX eine volatile Seitwärtsbewegung mit insgesamt rund zehn Prozent Verlust hingelegt, hauptsächlich bedingt durch den Ausbruch des Iran-Kriegs und die damit einhergehenden steigenden Ölpreise. Der Index konsolidiert derzeit um die 22.500-22.600-Punkte-Marke, unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei 23.957 bis 24.100 Punkten, was anhaltenden Abwärtsdruck signalisiert. Ein wichtiger Support liegt bei 21.864 Punkten, der gehalten werden muss, um eine Erholung Richtung Mid-März-Höchstständen zu ermöglichen.

Der MDax fiel im Monat etwas stärker, während der EuroStoxx 50 als Preisindex mit minus vier Prozent besser abschnitt als der DAX mit knapp acht Prozent Verlust. Der Stoxx 600 notiert rund 1,5 Prozent im Minus. Diese Entwicklung spiegelt ein schlechtes erstes Quartal für europäische Aktien wider, in dem Investoren Gewinne der Vorjahre teilweise abgeben mussten.

Geopolitische Spannungen als Haupttreiber

Der Iran-Krieg bleibt der dominante Faktor für die Marktentwicklung. Steigende Öl- und Gaspreise belasten die europäische Wirtschaft, insbesondere energieimportabhängige Länder wie Deutschland. Analysten senken daher das Jahresziel für den DAX auf 24.000 Punkte, betonen aber Chancen in volatilen Zeiten, etwa durch Energie-ETFs, die derzeit boomen. Umsatzstark sind ETFs und ETCs mit Bezug zu Öl und Gas, da Investoren auf anhaltend hohe Rohstoffpreise setzen.

In einer Analyse von 2,2 Millionen Depots zeigen deutsche Anleger seit Kriegsausbruch verstärkte Käufe in bestimmten Branchen, darunter defensive Werte und Rohstoffe. Dies unterstreicht eine Rotation hin zu krisenresistenten Sektoren.

Positive Signale von Einzelwerten und Analysten

Mitten in der Volatilität stuft JPMorgan die Deutsche Börse AG auf 'Overweight' mit einem Kursziel von 302 Euro ein. Die US-Bank hebt hervor, dass Volumina europäischer Börsenbetreiber im Jahresverlauf stark gewachsen sind. Konsensschätzungen sehen Umsatzsteigerungen im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich für das erste Quartal. Die Deutsche Börse sei am besten positioniert, um vom Geschäftsumfeld zu profitieren.

Am Frankfurter Aktienmarkt setzt sich eine freundliche Tendenz zum Monatsende durch. Der DAX notierte zuletzt 0,7 Prozent im Plus bei 22.728 Punkten, im frĂĽhen Handel 0,3 Prozent bei 22.637 Punkten. Dies deutet auf Stabilisierung hin, ungeachtet der Nahost-Krise.

Auswirkungen auf DACH-Anleger

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum bieten sich in der aktuellen Lage Chancen in diversifizierten Portfolios. Energie-ETFs und ETCs ziehen Umsätze an, während traditionelle Wachstumswerte leiden. Der DWS Aktien Strategie Deutschland LC notierte am 28. März bei 576,19 Euro mit einem 24-Stunden-Rückgang von 1,39 Prozent und einem Sieben-Tage-Minus.

Strategisch ratsam ist eine Fokussierung auf Unternehmen mit starker Bilanz und geringer Verschuldung. Die Positionierung unter dem 200-Tage-Durchschnitt erfordert Vorsicht, doch ein Halten des Supports könnte zu einer technischen Erholung führen.

Technische Analyse und Ausblick

Technisch bewegt sich der DAX volatil um die 24.000-Punkte-Marke, aktuell jedoch tiefer. Die Erholungstendenz im frühen Handel am 31. März könnte auf eine monatliche Stabilisierung hindeuten. Wichtige Widerstände liegen bei den Mid-März-Höchstständen, während ein Bruch des Supports bei 21.864 Punkten weitere Verluste auslösen könnte.

Analysten erwarten anhaltende Volatilität durch geopolitische Risiken, sehen aber Potenzial in Sektoren wie Energie und Börsendienstleistern. Die Deutsche Börse profitiert von höheren Handelsvolumina in unsicheren Zeiten.

Risiken und Chancen im Detail

Risiken umfassen eine Eskalation des Iran-Konflikts, die Ölpreise weiter anheizen könnte, sowie Rezessionsängste in Europa. Chancen ergeben sich aus Rotationseffekten: Deutsche Anleger kaufen seit Kriegsbeginn vermehrt aus Branchen wie Verteidigung, Energie und Versorgern.

Fonds wie der DWS Aktien Strategie Deutschland LC illustrieren die Herausforderungen fĂĽr rein deutsche Aktienportfolios. Langfristig bleibt der DAX attraktiv fĂĽr geduldige Investoren, kurzfristig dominieren Unsicherheiten.

WeiterfĂĽhrende Quellen

Ad-hoc-News: DAX im März 2026
Onvista: DAX kaum bewegt
Deutsche Börse: Freundliche Tendenz
Finanznachrichten: JPMorgan stuft Deutsche Börse ein

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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