DAX, Hoffnung

DAX: Zwischen Hoffnung und Eskalation

24.03.2026 - 17:20:18 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex verliert nach einer kurzen Erholung wieder an Boden. Anhaltend hohe Ă–lpreise und die Eskalationsgefahr im Nahen Osten belasten die Konjunkturaussichten.

DAX: Zwischen Hoffnung und Eskalation - Foto: ĂĽber boerse-global.de
DAX: Zwischen Hoffnung und Eskalation - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Die Erholung vom Montag war eindrucksvoll – und dennoch trügerisch. Während der DAX nach einem Trump-Tweet kurzzeitig über 23.000 Punkte schoss, zeigt der Dienstagmorgen: Der Krieg im Nahen Osten lässt sich nicht wegposten.

Taco-Trade mit Verfallsdatum

Der Montag schrieb Börsengeschichte – allerdings keine beruhigende. Der DAX fiel zunächst auf den tiefsten Stand seit rund elf Monaten, unter 22.000 Punkte, bevor ein Statement von Donald Trump die Märkte schlagartig drehte. Wer in diesem Moment auf der falschen Seite stand, hatte keine Chance.

Die Erholung von fast 1.000 Punkten innerhalb weniger Stunden trägt einen Namen: „TACO-Trade" – die Erwartung, dass Trump bei harten Ankündigungen am Ende zurückrudert. Dienstagmorgen war davon wenig übrig. Der DAX rutschte früh wieder unter 22.560 Punkte, und die 23.000-Punkte-Marke – an der die Bullen gestern zweifach scheiterten – bleibt die zentrale Hürde.

Ă–lpreis und offene Meerengen

Das eigentliche Problem sitzt tiefer. Solange die Straße von Hormus blockiert bleibt, bestimmt nicht Washington, sondern Teheran den Takt. Brent-Öl notiert weiter über 100 Dollar pro Fass – ein anhaltender Gegenwind für Konjunktur und Unternehmensgewinne.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Consorsbank-Chefanalyst Jochen Stanzl bringt es auf den Punkt: Selbst ein Einlenken Trumps ändert nichts, solange der Iran nicht mitzieht. Hinzu kommt das Risiko, dass Saudi-Arabien aktiv in den Konflikt hineingezogen werden könnte – eine Eskalationsstufe, die die Energiemärkte nochmals neu sortieren würde.

Einzelwerte im Gegenwind

Belastend kam am Dienstag die SAP-Aktie hinzu, die rund fünf Prozent verlor. JPMorgan beendete sein optimistisches Votum für das Indexschwergewicht und verwies auf eine verlangsamte Auftragsdynamik im Cloud-Geschäft sowie mögliche Ergebnisschwankungen durch den laufenden Umbau des Geschäftsmodells.

Bayer gab ebenfalls mehr als zwei Prozent nach, nachdem ein aktivistischer Investor offenbar sein Aktienpaket abbauen will. Auf der Gegenseite zogen BASF und Brenntag mit je rund 2,4 Prozent an – die Deutsche Bank sieht beide Chemiewerte als mögliche Profiteure im aktuellen Umfeld und stufte sie auf Kauf hoch.

Anzeige

DAX vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen mĂĽssen.

Für eine echte Bodenbildung braucht der DAX zweierlei: sinkende Volatilität und einen nachgebenden Ölpreis. Beides ist im Moment nicht in Sicht.

Anzeige

DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

So schätzen die Börsenprofis DAX Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis DAX Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
DE0008469008 | DAX | boerse | 68976669 |