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Delivery Hero Aktie: Uber zahlt 14,8 Milliarden

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 18:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uber übernimmt Delivery Hero für 14,8 Milliarden Euro und teilt globale Märkte strategisch auf. Berlin bleibt Hauptsitz bis 2029.

Uber plant Milliarden-Übernahme von Delivery Hero für 14,8 Mrd. Euro
Abstrakte Darstellung von globalem Handel und Logistik mit atmosphärischer Beleuchtung für ein Wirtschaftsmagazin. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Konzern Uber Technologies plant die vollständige Übernahme des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero. Medienberichten zufolge beläuft sich das Transaktionsvolumen auf insgesamt 14,8 Milliarden Euro. Das Gebot entspricht einem Preis von 41,50 Euro je Aktie. Im Zuge der Übernahme beabsichtigt der Großaktionär Prosus, seinen Anteil von 17 Prozent an Delivery Hero zu veräußern.

Strategische Aufteilung der globalen Märkte

Die Vereinbarung sieht eine tiefgreifende Umgestaltung des bisherigen Portfolios vor. Uber wird die Kontrolle über die Marken in 99 Ländern übernehmen, wobei ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Präsenz im Mittleren Osten und in Afrika liegt. Dazu gehören das saudi-arabische Unternehmen HungerStation sowie Talabat-Aktivitäten in den Golfstaaten und Ägypten. Ebenfalls Teil des Pakets sind die afrikanischen Standorte von Glovo, unter anderem in Kenia, Marokko und Nigeria.

Parallel dazu werden 14 Geschäftsbereiche für rund 1,6 Milliarden US-Dollar an die Investmentgesellschaft SSW Partners abgegeben. Dieser Verkauf umfasst Marken wie foodora, Yemeksepeti sowie die europäischen Aktivitäten von Glovo. Durch diese Aufteilung konzentriert sich Uber auf jene Regionen, in denen eine enge Verknüpfung von Mobilitätsdiensten und Lieferangeboten die größten Synergien verspricht.

Investitionszusagen für den Standort Deutschland

Trotz der Übernahme durch den US-Konzern soll die Präsenz in der Bundesrepublik gewahrt bleiben. Uber hat zugesichert, den Hauptsitz in Berlin mindestens bis zum Jahr 2029 beizubehalten. In diesem Zeitraum plant das Unternehmen zudem Investitionen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt. Für die Belegschaft am Standort Berlin wurde ein Kündigungsschutz in Aussicht gestellt, der ab dem Jahr 2029 greifen soll.

Der endgültige Abschluss der gesamten Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet. Marktbeobachter sehen in dem Zusammenschluss eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb in Schlüsselmärkten wie Saudi-Arabien. Dort wird für den Liefersektor bis zum Jahr 2031 ein Marktvolumen von über 19 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Uber zielt darauf ab, durch die Integration von Marken wie HungerStation ein umfassendes Ökosystem aus Mobilität und Quick Commerce zu etablieren.

Juristische Auseinandersetzungen im Gründungsumfeld

Während die Übernahmepläne voranschreiten, sorgen Berichte über juristische Ermittlungen in Österreich für Unruhe. Wie Der Standard berichtet, hat die liechtensteinische Staatsanwaltschaft Anklage wegen Untreue gegen den Investor Florian Fritsch erhoben. Der Vorwurf bezieht sich auf einen Aktionärsbindungsvertrag aus dem Jahr 2021.

Fritsch soll sich diesen Vertrag erschlichen haben, um dem Delivery-Hero-Mitgründer Markus Fuhrmann die Kontrolle über das Start-up Gropyus zu entziehen. Das Dokument wurde angeblich ohne Wissen von Fuhrmann unterzeichnet. Der Investor bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ausdrücklich.

An der Börse zeigt sich die Aktie von Delivery Hero robust und notiert aktuell bei 38,01 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 67,22%. Damit bewegt sich der Kurs weiterhin in der Nähe des 52-Wochen-Hochs von 40,49 Euro.

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