Aktien Frankfurt: Anleger halten sich zurĂŒck - Deutsche Industrie schwĂ€chelt
09.01.2024 - 14:35:49 | dpa.deMit einem am Nachmittag verbuchten Verlust von 0,45 Prozent auf 16 641,01 ZÀhler bewegte sich der deutsche Leitindex weiter in der Spanne zwischen 16 450 und 16 750 Punkten der vergangenen Tage. Vor den wichtigen Inflationsdaten aus den USA an diesem Donnerstag zögern die Anleger also mit weiteren KÀufen, die Kurskonsolidierung setzt sich fort.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Werte stand am Dienstagnachmittag 0,15 Prozent tiefer bei 26 276,04 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 0,7 Prozent.
Es fehlten derzeit neue, positive Treiber, schrieb Analyst Pierre Veyret vom Broker ActivTrades. Investoren hĂ€tten womöglich Signale der Notenbanken fĂŒr eine kĂŒnftig nicht mehr ganz so strikte Geldpolitik zu stark eingepreist, sodass die Risikoneigung wieder etwas abnehme.
Marktexperte Andreas Lipkow verwies auĂerdem auf die schwachen Daten zur Industrieproduktion in Deutschland, die bei den Investoren nicht gut ankĂ€men. Insbesondere die zyklischen Chemie- und Automobil-Aktien wĂŒrden von diesen Nachrichten getroffen. Wacker Chemie DE000WCH8881 etwa verloren im MDax 2,8 Prozent. Im Dax rutschten BASF DE000BASF111 um 2,4 Prozent ab, letztlich auch belastet von einer Abstufung durch Bernstein Research.
Eine tags zuvor starke Nasdaq-Börse in New York konnte den europĂ€ischen Technologiesektor am Dienstag nicht nach oben ziehen. Der Grund sind GeschĂ€ftszahlen von Microchip US5950171042, die im nachbörslichen US-Handel veröffentlicht und schwach ausgefallen waren. Prompt wird der US-Technologiesektor am Dienstag ebenfalls schwĂ€cher erwartet. EuropĂ€ische Halbleiterwerte gaben vor diesem Hintergrund nach, Infineon DE0006231004 beispielsweise bĂŒĂten in Frankfurt 2,3 Prozent ein.
Kion DE000KGX8881 zogen im MDax um 2,6 Prozent an. Das Analysehaus Jefferies zĂ€hlt die Titel des Staplerherstellers und Spezialisten fĂŒr Lagerhaustechnik im Jahr 2024 zu seinen Favoriten. Auch Jungheinrich DE0006219934 verbuchten am Dienstag Kursgewinne von zwei Prozent.
Bei den Aktien von DWS DE000DWS1007, der Fondstochter der Deutschen Bank, rÀt hingegen Goldman Sachs zum Kauf. Die im SDax DE0009653386 notierten Anteile gewannen 1,2 Prozent.
Sehr schwach waren in dem Nebenwerteindex Wacker Neuson DE000WACK012 mit minus 3,3 Prozent, nachdem das Investmenthaus Jefferies das Kaufvotum fĂŒr die Aktien des Baumaschinenherstellers kassiert hatte. Die Analysten rechnen mit einem schwierigen Jahr 2024 wegen einer trĂ€geren Nachfrage.
Der Euro gab gegenĂŒber dem US-Dollar leicht nach. Die GemeinschaftswĂ€hrung wurde am Nachmittag zu 1,0945 Dollar gehandelt. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0946 (Freitag: 1,0921) Dollar festgesetzt.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,18 Prozent am Vortag auf 2,21 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 sank um 0,11 Prozent auf 126,24 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 verlor 0,40 Prozent auf 135,29 Punkte./ajx/mis
--- Von Achim JĂŒngling, dpa-AFX ---
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