Mélenchon, Anlauf

MĂ©lenchon startet vierten Anlauf auf ÉlysĂ©e-Palast

04.05.2026 - 05:36:37 | dpa.de

Der AnfĂŒhrer von Frankreichs Linkspartei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc MĂ©lenchon, hat seine Kandidatur bei der PrĂ€sidentschaftswahl in knapp einem Jahr erklĂ€rt.

"Ja, ich bin Kandidat", sagte der 74-JĂ€hrige im Interview des Senders TF1. MĂ©lenchon tritt damit nach 2012, 2017 und 2022 zum vierten Mal an. Zwar wird dem Altlinken auch aus den eigenen Reihen ein mitunter autoritĂ€rer FĂŒhrungsstil vorgeworfen, dennoch ist er nach wie vor die unangefochtene FĂŒhrungsfigur seiner Partei.

Allerdings sieht es nicht danach aus, dass sich LFI, Sozialisten, GrĂŒne und Kommunisten bei der PrĂ€sidentschaftswahl wie zuletzt bei der Parlamentswahl 2024 zu einem LinksbĂŒndnis zusammentun und mit MĂ©lenchon als gemeinsamem Kandidaten antreten. Vielmehr wird MĂ©lenchon mit Mitbewerbern der ĂŒbrigen linken Parteien rechnen mĂŒssen. Über das genaue Vorgehen sind die Parteien noch unentschieden, ebenso wie ĂŒber den Umgang mit der oft populistisch agierenden Linkspartei.

Macron kann nicht erneut kandidieren

PrĂ€sident Emmanuel Macron kann nach zwei Wahlperioden im höchsten Staatsamt nicht erneut kandidieren. Obwohl etliche Politiker verschiedener Parteien bereits den Willen geĂ€ußert haben, sich fĂŒr das PrĂ€sidentenamt zu bewerben, ist noch vollkommen offen, welche Kandidatinnen und Kandidaten am Ende tatsĂ€chlich ins Rennen gehen.

Das konservative sowie das Mitte-Lager ringen noch mit der Frage, ob sie mit jeweils nur einem Bewerber antreten, auch um dem rechtsnationalen Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen die Stirn zu bieten. Ob Le Pen bei der PrĂ€sidentschaftswahl wird antreten können, klĂ€rt sich Anfang Juli. Dann entscheidet ein Berufungsgericht ĂŒber ihre Verurteilung zu einer vorĂŒbergehenden UnwĂ€hlbarkeit in öffentliche Ämter wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder. Wenn die 57-JĂ€hrige nicht kandidieren kann, soll ihr politischer Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, antreten.

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