Zitate zum US-Einsatz in Venezuela
04.01.2026 - 12:35:02 | dpa.deUS-PrĂ€sident Donald Trump kĂŒndigte am Samstagabend an, dass die USA vorĂŒbergehend die Macht in dem sĂŒdamerikanischen Land ĂŒbernehmen wollen. Venezuelas VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez aber gibt sich unbeugsam. Das internationale Echo auf die Entwicklungen ist gewaltig. Die Entwicklung in Zitaten:
"Wir werden das Land so lange fĂŒhren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemĂ€Ăen und umsichtigen Ăbergang gewĂ€hrleisten können." (US-PrĂ€sident Donald Trump am Samstag in Florida)
"Wir haben gerade ein GesprĂ€ch mit ihr gefĂŒhrt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir fĂŒr notwendig halten, um Venezuela wieder groĂ zu machen, ganz einfach." (Trump zu einer Zusammenarbeit mit Venezuelas VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez)
"Es gibt nur einen PrĂ€sidenten in diesem Land und er heiĂt NicolĂĄs Maduro Moros." (VizeprĂ€sidentin RodrĂguez in der Nacht zum Sonntag laut örtlichen Medienberichten bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates)
"Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen." (Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino am Samstag in einer Videobotschaft)
Reaktionen in den USA
"Der Tyrann ist gestĂŒrzt." (US-Vize-AuĂenminister Christopher Landau auf X)
"Man kann der Justiz in den USA nicht entgehen, nur weil man in einem Palast in Caracas lebt." (US-VizeprÀsident JD Vance auf X)
"Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschÀmend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben." (Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego, auf X)
"Ein einseitiger Angriff auf einen souverĂ€nen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstöĂt gegen Bundes- und internationales Recht." (Der demokratische New Yorker BĂŒrgermeister Zohran Mamdani auf X).
Geopolitische Gegenspieler der USA
"Die VorwĂ€nde, die zur Rechtfertigung solcher Aktionen angefĂŒhrt werden, sind unhaltbar." (Reaktion des russischen AuĂenministeriums in Moskau)
"Die militĂ€rische Intervention der USA gegen einen unabhĂ€ngigen Staat und Mitglied der Vereinten Nationen stellt einen klaren VerstoĂ gegen die Prinzipien der UN-Charta sowie gegen grundlegende Regeln des Völkerrechts dar. (Das iranische AuĂenministerium laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna)
"Die Bombardierungen von venezolanischem Gebiet und die Gefangennahme seines PrĂ€sidenten ĂŒberschreiten auf inakzeptable Weise eine Grenze." (Brasiliens PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva auf X)
"China ist zutiefst schockiert ĂŒber den eklatanten Einsatz von Gewalt durch die USA gegen einen souverĂ€nen Staat und dessen PrĂ€sident und verurteilt ihn aufs SchĂ€rfste." (Ein Sprecher des chinesischen AuĂenministeriums, zitiert nach der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua)
Israel und Ukraine
"Herzlichen GlĂŒckwunsch, PrĂ€sident Donald Trump, fĂŒr Ihre mutige und historische FĂŒhrungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit." (Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu auf X)
"Das Regime im Iran sollte genau beobachten, was in Venezuela geschieht." (Der israelische OppositionsfĂŒhrer Jair Lapid auf X)
"Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als NĂ€chstes tun mĂŒssen." (Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ukrainischen Medien zufolge)
Europa
"Unter allen UmstĂ€nden mĂŒssen die GrundsĂ€tze des internationalen Rechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur ZurĂŒckhaltung auf." (EU-AuĂenbeauftragte Kaja Kallas auf X)
"Jetzt darf in Venezuela keine politische InstabilitĂ€t entstehen. Es gilt, einen geordneten Ăbergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewĂ€hrleisten." (Bundeskanzler Friedrich Merz in einer ErklĂ€rung)
"Wir betrachteten Maduro als illegitimen PrĂ€sidenten und haben keine TrĂ€ne ĂŒber das Ende seines Regimes vergossen." (Der britische Premierminister Keir Starmer auf X).
"Der bevorstehende Ăbergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen. Wir wĂŒnschen uns, dass der 2024 gewĂ€hlte PrĂ€sident Edmundo GonzĂĄlez Urrutia diesen Ăbergang rasch sicherstellen kann." (Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron auf X)
Deutschland
"Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit." (Bundeskanzler Merz in seiner ErklÀrung am Samstagabend)
"Das Völkerrecht ist zu achten. Das gilt auch fĂŒr das Handeln der USA." (SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil am Sonntag)
"Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und PrĂ€sidenten entfĂŒhren lĂ€sst, der betreibt brutalen Staatsterrorismus." (Linke-Chef Jan van Aken)/wn/DP/zb
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