ROUNDUP / Compugroup erlöst nach Einmaleffekt im Vorjahr weniger - Ziele bestÀtigt
08.05.2024 - 14:08:22Im ersten Quartal ging der Erlös um zwei Prozent auf 284,6 Millionen Euro zurĂŒck, wie das SDax-Unternehmen DE0009653386 am Mittwoch in Koblenz mitteilte. Im vergangenen Jahr hatte Compugroup noch zusĂ€tzliche Erlöse durch den Wechsel von Konnektoren fĂŒr die Telematikinfrastruktur im Zusammenhang mit der EinfĂŒhrung des E-Rezepts eingefahren - diese fehlen jetzt. Bereinigt um diesen Einmaleffekt stieg der Umsatz organisch um 3,4 Prozent. Analysten hatten sich bei der generellen Umsatzentwicklung mehr erhofft. Der Kurs der Compugroup-Aktie geriet am Mittwoch deutlich unter Druck.
Um die Mittagszeit lag das Papier mit rund 5,4 Prozent im Minus und gehörte damit zu den gröĂten Verlierern im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Anleger mit Papieren des Unternehmens brauchen derzeit weiterhin starke Nerven. Wer die Aktie seit fĂŒnf Jahren im Depot hĂ€lt, hat mehr als die HĂ€lfte verloren. Allein seit Jahresbeginn hat sich das Papier um rund 27 Prozent verbilligt.
Dabei lief das erste Quartal nach Ansicht von Baader-Bank-Analyst Knut Woller gar nicht so schlecht fĂŒr Compugroup. Er lobte vor allem die Gewinnzahlen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 60,7 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge) verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 21,3 Prozent. Unter dem Strich verdiente Compugroup 18,4 Millionen Euro dank einer besseren Steuerquote nach fast 14,5 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Allerdings blieb der Umsatz auch aus Wollers Sicht hinter den Erwartungen zurĂŒck. Er erinnerte an den harten Wettbewerb, mit dem das Unternehmen noch im vergangenen Jahr konfrontiert war. "WĂ€hrend diese auch noch im zweiten Quartal andauern dĂŒrften, sollte sich das GeschĂ€ft in der zweiten JahreshĂ€lfte bessern."
Der Vorstand bekrÀftigte unterdessen seine Jahresziele. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll von 265 Millionen Euro im Vorjahr nun auf 270 bis 310 Millionen Euro zulegen. Der Erlös soll ohne Wechselkurseffekte und den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen um vier bis sechs Prozent klettern.

