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Deal mit Trump: Astrazeneca bekommt Zollnachlass fĂŒr Preissenkungen in USA

12.10.2025 - 19:37:01

Der britische Pharmakonzern Astrazeneca GB0009895292 hat sich mit US-PrĂ€sident Donald Trump auf Preissenkungen bei einigen Medikamenten im Gegenzug fĂŒr ZollnachlĂ€sse geeinigt.

Trump gab die Einigung am Freitagabend im Oval Office des Weißen Hauses in Washington im Beisein von Astrazeneca-Chef Pascal Soriot bekannt. Neue Astrazeneca-Medikamente sollen demnach in den Vereinigten Staaten nicht teurer sein als in anderen vergleichbaren LĂ€ndern. DafĂŒr gibt es drei Jahre lang Ausnahmen von den angedrohten hohen Pharmaeinfuhrzöllen Trumps.

Mit dem US-Pharmariesen Pfizer US7170811035 hatte Trump kĂŒrzlich eine Ă€hnliche Abmachung geschlossen. Sein erklĂ€rtes Ziel ist es, die Preise wichtiger Medikamente in den USA zu senken.

Die finanziellen Auswirkungen auf Astrazeneca bleiben unklar. Astrazeneca etwa hĂ€tte von hohen Einfuhrzöllen nicht allzu viel zu befĂŒrchten gehabt, weil die Firma den Großteil des US-Angebots auch in den USA herstellt.

Das Abkommen enthĂ€lt Vorgaben fĂŒr scharfe Preissenkungen auch im Rahmen der öffentlichen US-Krankenversicherung Medicaid, die vor allem Menschen mit Behinderungen und mit niedrigem Einkommen versichert. "Sie werden den niedrigsten Preis zahlen, den es irgendwo auf der Welt gibt", versprach Trump. Astrazeneca will einen grĂ¶ĂŸeren Teil seiner Medikamente ĂŒber den direkten Vertriebskanal seines Online-Angebots Astrazeneca Direct verkaufen, was die Preise ebenfalls im Zaum halten soll. Außerdem sollen sie auch auf einer Webseite der Regierung erhĂ€ltlich sein.

US-Regierungsbeamte sprechen angesichts der Abmachungen rund um Arzneimittelpreise von freiwilligen Maßnahmen der Konzerne. Trump hatte allerdings ĂŒber den Sommer hinweg den Druck auf die Anbieter deutlich erhöht und den 17 grĂ¶ĂŸten Pharmaherstellern der Welt Briefe geschrieben mit einer Liste von Forderungen.

@ dpa.de