ROUNDUP, Vodafone

Vodafone steigert Umsatz und Ergebnis - Deutschland-GeschÀft erholt

12.05.2026 - 10:18:11 | dpa.de

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone GB00BH4HKS39 hat im GeschÀftsjahr 2025/26 Umsatz und operativen Gewinn gesteigert.

Dabei profitierte das Unternehmen von der strategischen Neuausrichtung auf die wichtigsten MĂ€rkte Deutschland und Großbritannien. Gleichwohl sank die Kundenzahl in Deutschland. Die Vodafone-Aktien gerieten am Dienstag unter Druck.

Der Umsatz stieg im GeschĂ€ftsjahr bis Ende MĂ€rz um acht Prozent auf 40,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Der Service-Umsatz kletterte dabei um 8,8 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und VerkĂ€ufe von Unternehmensteilen, wuchs der Service-Umsatz um 5,4 Prozent. Im vierten Quartal lag das Wachstum aus eigener Kraft bei 5,1 Prozent, was ĂŒber den Erwartungen von Analysten lag.

Im wichtigen GeschĂ€ft in Deutschland war der Service-Umsatz auf Jahressicht aus eigener Kraft um 0,2 Prozent rĂŒcklĂ€ufig. Vor allem die ersten zwei Quartale waren mĂ€ĂŸig verlaufen. Im Jahresverlauf erholten sich die Erlöse jedoch allmĂ€hlich. So stiegen die Service-UmsĂ€tze im vierten Quartal um 1,3 Prozent. Jedoch war die Zahl der Mobilfunk- und Festnetz-Internetkunden rĂŒcklĂ€ufig.

Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und nach Leasingkosten (Ebitda AL) verbesserte sich organisch im Gesamtjahr um 4,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro, nominal betrug das Plus 3,8 Prozent.

FĂŒr das neue GeschĂ€ftsjahr 2026/27 erwartet das Management um Konzernchefin Margherita Della Valle ein bereinigtes operatives Ergebnis in der Spanne von 11,9 bis 12,2 Milliarden Euro. Der bereinigte freie Barmittelfluss soll bei 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro liegen.

Der Konzernausblick treffe in Summe zwar die Markterwartungen, erscheine mit Blick auf die Details zum Europa-GeschĂ€ft aber schwĂ€cher, schrieb Analyst Akhil Dattani von JPMorgan in einer ersten Reaktion. Zudem hĂ€tten sich die MobilfunkvertrĂ€ge zuletzt schwach entwickelt. Die Vodafone-Aktie bĂŒĂŸte zuletzt 3,5 Prozent ein.

Der Kundenschwund im grĂ¶ĂŸten Markt Deutschland setzte sich fort. So sank die Anzahl der Festnetz-Internetkunden im Quartal um 90.000 auf rund 9,9 Millionen. In den Quartalen zuvor hatte die Firma geringere RĂŒckgĂ€nge hinnehmen mĂŒssen.

Auch im deutschen Mobilfunk-GeschÀft sank die Anzahl der Vertragskunden im Zeitraum Januar bis MÀrz 2026 bei der Marke Vodafone und den Zweitmarken SIMon und Otelo, und zwar um 77.000 auf rund 28,8 Millionen. In den Quartalen davor war dieser Wert leicht im Plus oder knapp im Minus gewesen.

Dass der Umsatz in Deutschland zuletzt stieg, wĂ€hrend die Vertragskunden-Zahlen sanken, hatte unterschiedliche GrĂŒnde. Zum einen wollte Vodafone nicht so recht bei dem harten Preiskampf am Markt mitmachen und strich daher einige Werberabatte, die Preise fĂŒr Neukunden stiegen also im Schnitt. "Wir setzen nicht auf Neukunden um jeden Preis", sagte Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot.

Außerdem kamen mehr Mieteinnahmen in die Kasse: Vodafone stellt sein Netz fĂŒr andere Firmen bereit, die dafĂŒr Geld zahlen - allen voran Konkurrent 1&1 DE0005545503, der zwölf Millionen Handykunden vom O2-Netz auf das Vodafone-Netz hievte. Dort, wo die 1&1-Kunden keine 1&1-Antennen haben, werden sie mit den Vodafone-Sendemasten verbunden. Positiv war zudem, dass das hierzulande lange schwĂ€chelnde Firmenkunden-GeschĂ€ft von Vodafone anzog.

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