Bundestag, Kompromiss

Bundestag billigt Kompromiss fĂŒr KassenbeitrĂ€ge

19.12.2025 - 09:47:20

Der Bundestag hat den Kompromiss fĂŒr ein Sparpaket zum Stabilisieren der KrankenkassenbeitrĂ€ge im neuen Jahr gebilligt.

Beschlossen wurde eine Änderung am ursprĂŒnglichen Gesetz, die Auswirkungen einer Ausgabenbremse bei den KrankenhĂ€usern auf 2026 eingrenzt und nicht fĂŒr Folgejahre fortschreibt. Darauf hatten sich Bundestag und Bundesrat im Vermittlungsausschuss geeinigt, nachdem die LĂ€nderkammer das zunĂ€chst vom Parlament beschlossene Spargesetz im November gestoppt hatte.

Auch der Bundesrat soll den Kompromiss noch heute in seiner letzten Sitzung des Jahres billigen. Konkret geht es um Einsparungen von bis zu 1,8 Milliarden Euro bei den KrankenhĂ€usern, die den Großteil des Sparpakets von zwei Milliarden Euro ausmachen. DafĂŒr soll der Anstieg der Klinik-VergĂŒtungen im nĂ€chsten Jahr auf die tatsĂ€chlichen Kostensteigerungen begrenzt werden.

Reicht die Ausgaben-Entlastung aus?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will damit den Druck fĂŒr Beitragserhöhungen zum 1. Januar 2026 vermindern. Krankenkassen und Opposition warnen aber, dass auch mit dem Sparpaket Erhöhungen der ZusatzbeitrĂ€ge absehbar sind, da viele Kassen ihre Reserven auf gesetzlich vorgeschriebene Mindestwerte auffĂŒllen mĂŒssen.

Die Kassen mĂŒssen in diesen Tagen ihre ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 festlegen, die sie nach ihrer Finanzlage ermitteln. Im Schnitt liegen sie derzeit bei 2,9 Prozent. Das Gesundheitsministerium hatte dieses Niveau auch als Orientierungsmarke fĂŒr das Jahr bekanntgegeben, die das Sparpaket schon berĂŒcksichtigte.

Der gesamte Beitrag, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent. Bei Anhebungen des Zusatzbeitrags gibt es ein SonderkĂŒndigungsrecht fĂŒr Mitglieder. Erst Anfang 2025 hatte es eine Welle krĂ€ftiger Erhöhungen gegeben.

@ dpa.de