Solarbranche kritisiert PlÀne der Wirtschaftsministerin
23.04.2026 - 06:26:39 | dpa.deDie PlĂ€ne erschwerten millionenfach Privathaushalten und mittelstĂ€ndischen Unternehmen den Zugang zu preiswertem und klimafreundlichem Solarstrom vom eigenen Dach, sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Carsten Körnig.
"UnzĂ€hligen heimischen Unternehmen und Handwerksbetrieben wird damit die Kundschaft und GeschĂ€ftsgrundlage entzogen. Die geplanten Einschnitte bei der Solarförderung wĂŒrden andernfalls den Ausbau der Solarenergie in Deutschland ausbremsen und Zehntausende Jobs gefĂ€hrden", warnte Körnig.
Das Wirtschaftsministerium will ab 2027 die Förderung fĂŒr Anlagen von weniger als 25 Kilowatt installierter Leistung einstellen, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Gesetzentwurf hervorgeht. Damit bleibt Reiche bei PlĂ€nen, die bereits bekanntgeworden waren. Diese Anlagen - vor allem kleine Solaranlagen - seien inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusĂ€tzliche Förderung wirtschaftlich, heiĂt es zur BegrĂŒndung.
Bei kleinen Photovoltaik-Dachanlagen gilt bisher: Wer Solarstrom in das Netz einspeist, erhĂ€lt 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag - dieser ist abhĂ€ngig etwa von der AnlagengröĂe und dem Umfang der Einspeisung ins Netz.
Die GesetzentwĂŒrfe Reiches sind noch nicht vom Kabinett beschlossen worden. Innerhalb der schwarz-roten Koalition könnte es zu schwierigen Verhandlungen kommen. Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, warnte davor, die PlĂ€ne Reiches wĂŒrden die Energiewende ausbremsen. Die Förderstreichung kleiner Solaranlagen riskiere den Verlust "unverzichtbarer Akteure, FlĂ€chen wie Strommengen".
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
