Laschet, Gebietstausch

Laschet: Gebietstausch bringt keinen Frieden

15.12.2025 - 09:00:04

Der CDU-Außenexperte Armin Laschet sieht Forderungen nach Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland skeptisch.

"Einfach Gebiete tauschen, ermöglicht halt keinen Frieden", sagte der Vorsitzende des AuswĂ€rtigen Ausschusses des Bundestages im ARD-"Morgenmagazin". Die Donbass-Region sei strategisch wichtig fĂŒr die Ukraine, um zu verhindern, noch mal ĂŒberfallen zu werden.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. In Berlin laufen derzeit Verhandlungen unter Einbeziehung von US-UnterhĂ€ndlern und der Ukraine mit PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj. Laschet ging davon aus, dass die USA in stĂ€ndigem Dialog mit Russland stehen und dies in die Verhandlungen in Berlin einfließen lassen. Der CDU-Politiker sprach von einer entscheidenden Woche auch mit Blick auf den EU-Gipfel zum Ende der Woche.

Nato-Mitgliedschaft der Ukraine fĂŒr Laschet lĂ€ngst vom Tisch

Hauptziel von US-PrÀsident Donald Trump sei es, den Krieg zu beenden, das habe er auch im Wahlkampf versprochen, sagte Laschet. Es gebe daneben aber auch wirtschaftliche Interessen der USA. Die Berliner GesprÀche zeigten, dass Selenskyj nicht allein dastehe, sondern Europa an seiner Seite habe. "Eine Nato-Mitgliedschaft ist vom Tisch, schon lange", machte Laschet zugleich deutlich.

Kompromisssignale aus Russland kann der CDU-Außenexperte nicht erkennen. Auf die Frage, ob Kremlchef Wladimir Putin ein Interesse an Frieden habe, sagte er: "In Taten sehe ich es nicht." Die Ukraine werde weiter angegriffen.

@ dpa.de