Esa-Chef, Lösung

Esa-Chef: 'Wir bieten die europÀische Lösung an'

14.02.2026 - 11:17:38 | dpa.de

Der Chef der europÀischen Raumfahrtbehörde Esa, Josef Aschbacher, rÀt beim Ausbau der Infrastruktur im Weltraum zu verstÀrkter Zusammenarbeit.

"Wir bieten die europĂ€ische Lösung an. Das heißt, wir bieten den Staaten an, auch nationale KapazitĂ€ten, die jetzt aufgebaut werden, einzufĂŒgen in ein europĂ€isches System", sagte der Esa-Generaldirektor der Deutschen Presse-Agentur auf der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC).

Die verĂ€nderte Bedrohungslage sei Ansporn, um Technologien des Weltraums auch fĂŒr Verteidigung und Sicherheit zu verwenden. Bei der Ministerratskonferenz im November in Bremen sei geklĂ€rt worden, dass die Esa auch im Bereich Verteidigung und Sicherheit arbeiten könne.

Im November vergangenen Jahres freute sich die Esa ĂŒber ein Rekordbudget von fast 22,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte schon Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angekĂŒndigt, Deutschland wolle bis 2030 insgesamt 35 Milliarden Euro fĂŒr Weltraumprojekte und eine Sicherheitsarchitektur im All ausgeben: Satellitenkonstellationen, Bodenstationen und auch gesicherte TransportfĂ€higkeiten ins All.

Die USA haben viel mehr in den Weltraum investiert

Aschbacher plĂ€diert dafĂŒr, bei der europĂ€ischen Aufholjagd auf Zusammenarbeit - "pooling and sharing" - zu setzen. Ziel sollte sein, dass ein deutscher Satellit eingefĂŒgt werden kann in einen europĂ€ischen Rahmen, der dann auch mit anderen LĂ€ndern geteilt werden kann.

"Wo Europa wirklich gut ist, ist in der Technologie, in den Ingenieuren, die wir haben, in der Industrie, die wir ĂŒber 50 Jahre entwickelt haben. Die ist Weltklasse und die ist wirklich gut", stellte er fest.

Defizite hĂ€tten sich ergeben, weil Europa weniger Geld als andere in den Weltraum investiert habe. Aschbacher sagte: "In Amerika wird sechsmal so viel ausgegeben im Weltraum aus öffentlichen Mitteln wie in Europa. Wenn man sechsmal so viel Geld hat, natĂŒrlich kann man sechsmal so viel machen."

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