Chef, US-Aufsicht

Chef der US-Aufsicht: BörsengĂ€nge wieder großartig machen

12.09.2025 - 14:40:28 | dpa.de

Der Chef der US-Börsenaufsicht SEC, Paul Atkins, will BörsengÀnge in den USA stÀrken und Vorschriften in dem Bereich abbauen.

"Es ist nicht mehr cool, an die Börse zu gehen", sagte Atkins in Frankfurt. In Anspielung an den berĂŒhmten Wahlkampfslogan von Donald Trump ("Make America Great Again") betonte er: "Wir mĂŒssen BörsengĂ€nge wieder großartig machen." Die Zahl der Aktiengesellschaften in den USA sei nur noch halb so groß wie vor 30 Jahren und das sei ein Problem. Es gehe darum, einige KomplexitĂ€t und Kosten bei der Regulierung anzugehen.

Kritische Fragen nach seiner politischen UnabhĂ€ngigkeit wies der Trump-Vertraute zurĂŒck. "Ich mache das nicht, weil ich muss", sagte Atkins. Der Grund, warum er den Job ĂŒbernommen habe, sei die Menge an Arbeit, die er gesehen habe und die getan werden mĂŒsse. "Ich fĂŒhle mich ĂŒberhaupt nicht beeintrĂ€chtigt."

Atkins befand sich auf Europareise. Nach einer Rede bei der Industriestaaten-Organisation OECD am Mittwoch in Paris traf er am Donnerstag in Frankfurt GeschĂ€ftsleute und Beamte zu GesprĂ€chen ĂŒber die KapitalmĂ€rkte, auslĂ€ndische Investitionen in den USA und den Kurs der Vereinigten Staaten bei KryptowĂ€hrungen. Auch mit EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde kam Atkins zusammen. Mit ihr habe er ĂŒber Zusammenarbeit in Bereichen der KapitalmĂ€rkte und ĂŒber StabilitĂ€t an den FinanzmĂ€rkten gesprochen, berichtete Aktins vor Journalisten.

Vertrauter von Trump, offen fĂŒr KryptowĂ€hrungen

US-PrĂ€sident Trump hatte den Finanzunternehmer im April als Chef der SEC vereidigt, die als mĂ€chtigste Börsenaufsicht der Welt gilt. Die Behörde ist fĂŒr die Regulierung und Überwachung der WertpapiermĂ€rkte sowie den Anlegerschutz verantwortlich. Atkins hatte VorgĂ€nger Gary Gensler abgelöst. US-Medien hatten schon bei seiner Vereidigung spekuliert, Atkins werde einen weniger strengen Regulierungsansatz verfolgen als Gensler.

So fuhr die US-Regierung etwa jahrelang einen restriktiven Kurs bei DigitalwĂ€hrungen und warnte vor SchĂ€den fĂŒr Anleger und einer Destabilisierung des Finanzsystems. Atkins ist aufgeschlossen fĂŒr KryptowĂ€hrungen - ebenso wie Trump. Der Bitcoin befindet sich seit der Wahl von Trump zum US-PrĂ€sidenten Anfang November auf einem Höhenflug.

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