Ergebnisse, Produktion/Absatz

ChemikalienhÀndler Brenntag blickt etwas vorsichtiger aufs Gesamtjahr

14.05.2025 - 09:32:40 | dpa.de

Der ChemikalienhÀndler Brenntag DE000A1DAHH0 blickt im schwierigeren GeschÀftsumfeld in der Tendenz etwas vorsichtiger auf seine Jahresziele.

FĂŒr 2025 peilt der Dax-Konzern laut einer Mitteilung vom Mittwoch nun den unteren Bereich der im MĂ€rz ausgegebenen Gewinnprognose von 1,1 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro an. Das wĂ€re beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (operatives Ebita) im schlechtesten Fall genauso viel wie im Vorjahr. Die Aktie gab im frĂŒhen Handel ĂŒber vier Prozent nach.

"Dieses Quartal hielt erneut ein herausforderndes GeschĂ€ftsumfeld fĂŒr Brenntag bereit. Es war geprĂ€gt von anhaltenden geopolitischen und zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten und, verstĂ€rkt durch die globalen Zolldiskussionen, erhöhter VolatilitĂ€t", sagte Unternehmenschef Christian Kohlpaintner laut Mitteilung. Die schwierigen Marktbedingungen fĂŒhrten zu Preisdruck und lasteten teils auf der Nachfrage.

Im abgelaufenen ersten Quartal legte das operative Ebita im Jahresvergleich um 1,8 Prozent auf 264,3 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Essen mitteilte. Der Umsatz kletterte um 1,7 Prozent auf 4,07 Milliarden Euro. Damit schnitt das Unternehmen schwÀcher ab als von Analysten erwartet.

Unter dem Strich blieb im Quartal ein auf die AktionĂ€re anfallender Gewinn von 134,4 Millionen Euro nach 141,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der GewinnrĂŒckgang hĂ€ngt unter anderem mit einem schlechteren Zinsergebnis aufgrund der höheren Verschuldung zusammen.

Derweil hatte das Unternehmen jĂŒngst seine ursprĂŒnglichen PlĂ€ne zur Entflechtung der beiden Sparten Prozesschemikalien (Essentials) und Spezialchemikalien fĂŒr bestimmte Branchen (Specialties) angepasst. Eine schnelle und vollstĂ€ndige Entflechtung werde in dieser Form nicht weiterverfolgt, hatte das Unternehmen im November dazu mitgeteilt. Angesichts des schwierigen Umfeldes hatte das Unternehmen seinen Sparkurs verschĂ€rft.

DafĂŒr will der Konzern Ausgaben verschieben sowie Investitionen in IT und digitale Transformation ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum strecken. Standortschließungen und der Abbau von ArbeitsplĂ€tzen zĂ€hlten bereits zum Sparprogramm.

"In Anbetracht des herausfordernden GeschĂ€ftsumfelds und nach einer eingehenden Analyse potenzieller Maßnahmen werden wir unsere Kostensenkungsinitiative beschleunigen - sowohl im Umfang als auch im Tempo", sagte der neue Finanzchef Thomas Reisten nun laut Mitteilung. Das Unternehmen sei damit weiterhin auf gutem Weg, bis 2027 jĂ€hrlich 300 Millionen Euro im Vergleich zu 2023 einzusparen. Im ersten Quartal 2025 hĂ€tten die Einsparungen 30 Millionen Euro betragen. Die Einmalkosten hatte das Unternehmen frĂŒher auf 250 Millionen Euro beziffert.

Brenntag handelt international mit Industrie- und Spezialchemikalien sowie Inhaltsstoffen. Das Unternehmen kauft die Stoffe bei Chemiekonzernen in grĂ¶ĂŸeren Mengen ein und verkauft sie in kleineren Mengen. In den vergangenen Jahren ist Brenntag durch zahlreiche kleinere Übernahmen gewachsen.

KonjunkturabschwĂŒnge treffen das Unternehmen in der Regel weniger stark als Chemiekonzerne, weil Kunden dann weniger Chemikalien benötigen und diese vermehrt beim HĂ€ndler statt beim Produzenten kaufen. Zuletzt beschĂ€ftigte Brenntag mehr als 18.100 Menschen.

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