Dax, Inflationsdaten

Dax gibt weiter nach - Inflationsdaten machen Sorgen

02.07.2024 - 12:40:51

Der Dax hat am Dienstagmittag weiter nachgegeben. Um 12:30 Uhr stand der Index bei rund 18.125 Punkten und damit 0,9 Prozent unter Vortagesschluss.

Am Vormittag hatte Eurostat neue Daten zur Inflation veröffentlicht, unmittelbar danach ging es mit den Kursen nach einem schon schwachen Start noch weiter bergab. Zwar ging die allgemeine Teuerung im Juni laut Eurostat-SchĂ€tzung von 2,6 auf 2,5 Prozent zurĂŒck, das beruhte aber vor allem auf einem im Jahresvergleich geringeren Preisanstieg fĂŒr Energie und fĂŒr unverarbeitete Lebensmittel - beide Kategorien gelten als Ă€ußerst volatil. Die sogenannte "Kernrate" hingegen, also die Teuerung ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, bleibt unverĂ€ndert bei 2,9 Prozent.

"Die Juni-Inflationsdaten zeigen, dass der Preisauftrieb im Dienstleistungsbereich verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hoch bleibt", kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank die Zahlen. Im direkten Monatsvergleich hĂ€tten sich Dienstleistungen sogar um satte 0,6 Prozent verteuert. Die letzten Meter bis zum EZB-Inflationsziel von 2 Prozent seien damit "eine Ă€ußerst zĂ€he Angelegenheit". Das wisse auch die EZB und richte ihre Zinspolitik entsprechend danach. "Die Projektionen werden vierteljĂ€hrlich erstellt. Somit wird die EZB voraussichtlich auch im vierteljĂ€hrlichen Rhythmus den Zins senken", so Gitzel. Die nĂ€chste Zinssenkung dĂŒrfte deshalb nach seiner EinschĂ€tzung im September anstehen. Im Dax konnten sich am Dienstag nur Siemens Energy und Zalando mit nennenswerten AufschlĂ€gen gegen den AbwĂ€rtssog wehren, die krĂ€ftigsten AbschlĂ€ge gab es dagegen bei den RĂŒckversicherern aus Hannover und MĂŒnchen, die beide um die fĂŒnf Prozent nachgaben. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagmittag schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,0716 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9332 Euro zu haben.

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