Dax setzt Rekordjagd fort - neuer KI-Schwung
Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 09:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deAn der Spitze der Kursliste fanden sich Bayer, Infineon und Siemens Energy. Entgegen dem Trend stĂŒrzte die Aktie von Zalando um fast 15 Prozent ab. Der Online-ModehĂ€ndler hatte am Morgen enttĂ€uschende Zahlen prĂ€sentiert und seinen Erwartungen entsprechend heruntergeschraubt.
"Die Kauflaune der Anleger in Frankfurt hĂ€lt an und schiebt einen Dax ĂŒber der 26.000er-Marke auch heute weiter nach oben", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Im asiatischen Handel standen erneut die Technologiewerte aus den Halbleiter- und KI-Sektoren im Fokus. Investoren kauften sehr selektiv Aktien und nutzten so die KursschwĂ€che von gestern fĂŒr neue Positionierungen."
"Nach US-Börsenschluss legte das KI-Vorzeigeunternehmen Palantir seine Zahlen fĂŒr das vergangene Quartal vor und konnte die Skeptiker ĂŒberzeugen. Das brachte neue Fantasie in den KI-Bereich und verhalf den Aktien zu neuem Schwung."
"Investoren in Europa wurden heute Morgen mit einer ganzen Reihe an Quartalsbilanzen unter anderem von Continental, Zalando, Fresenius Medical Care und Evonik konfrontiert. Im Tagesverlauf werden noch die Zahlen von Bayer erwartet. Auch auf der makroökonomischen Seite richten sich die Blicke auf die AuftragseingÀnge der US-Industrie, den Handelsbilanzsaldo und die JOLTS-Daten."
"Das Sentiment bleibt vorerst positiv und die Anleger dĂŒrften sich weiter in ausgesuchten Branchen und Sektoren positionieren. Allerdings setzt sich das sehr vorsichtige Vorgehen unter geringen Handelsvolumen der vergangenen Wochen fort. GroĂe Euphorie ist trotz der neuen Rekorde im Dax nicht zu erkennen, was zumindest kurzfristig der NĂ€hrboden fĂŒr weiter steigende Kurse sein könnte."
"Der Iran-Krieg bleibt das marktbestimmende Thema mit viel Brisanz und starken EinflĂŒssen auf die EnergiemĂ€rkte, auch wenn es derzeit etwas leiser geworden ist", so Lipkow.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagmorgen kaum verĂ€ndert: Ein Euro kostete 1,1510 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8688 Euro zu haben.
Der Goldpreis stieg leicht an, am Morgen wurden fĂŒr eine Feinunze 4.061 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 113,44 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,52 US-Dollar, das waren 75 Cent oder 0,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
