Dax bleibt am Mittag im Minus - ZEW-Index belastet
16.07.2024 - 12:32:03"Die Luft ist raus. Das ist die Botschaft der ZEW-Konjunkturerwartungen", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe. "WĂ€re das Konjunkturbarometer weiter in die Höhe geklettert, hĂ€tte dies bedeutet, dass die deutschen Wachstumsraten Potenzial fĂŒr einen krĂ€ftigeren Anstieg haben." Doch genau dies werde nicht der Fall sein. "Mehr noch, das Konjunkturbarometer signalisiert, dass das Hin und Her zwischen rĂŒcklĂ€ufigem BIP und positiven ZuwĂ€chsen in die VerlĂ€ngerung gehen könnte." Eigentlich sei davon auszugehen gewesen, dass die Wachstumsraten nun nachhaltiger ĂŒber der Nulllinie liegen. "Wichtige KonjunkturfrĂŒhindikatoren wie etwa die ZEW-Konjunkturerwartungen oder auch der Ifo-GeschĂ€ftsklimaindex haben eine leichte konjunkturelle Erholung in den vergangenen Wochen vorweggenommen", so Gitzel weiter. "TatsĂ€chlich lag das BIP-Wachstumswachstum im ersten Quartal mit 0,2 Prozent höher als erwartet und auch im zweiten Quartal dĂŒrfte es im positiven Bereich liegen." Das verarbeitende Gewerbe prĂ€sentiere sich immer noch in einem angeschlagenen Zustand. "Die AuftragseingĂ€nge enttĂ€uschten zuletzt. Damit wird die deutsche Wirtschaft vom privaten Konsum abhĂ€ngig sein, der die laue Entwicklung in der Industrie aber nicht in einem MaĂe kompensieren kann, dass am Ende ein krĂ€ftiges Wachstum zu Buche steht." Es bleibe also vermutlich bei mageren BIP-Zuwachsraten, sagte der Experte. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagmittag etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,0902 US-Dollar (+0,06 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9175 Euro zu haben. Der Ălpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 84,21 US-Dollar; das waren 64 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


