Börsenbericht, Livemeldung

Dax startet im Minus - keine Bodenbildung in Sicht

24.03.2026 - 09:31:33 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Dienstagmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 22.560 Punkten berechnet, und damit 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Zalando, BASF und FMC, am Ende Bayer, SAP und Heidelberg Materials.

"Die Ereignisse im Dax in den letzten 24 Stunden zeigen deutlich, wohin die Reise geht, wenn die Straße von Hormus weiter geschlossen bleibt: Die Schwankungen in den Dax-Kursen werden von Tag zu Tag weiter zunehmen", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Börsen interessierten sich derzeit mehr fĂŒr die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, als fĂŒr aufsehenerregende SĂ€tze des US-PrĂ€sidenten. "Man mag an einen Taco-Trade glauben oder nicht - aber solange der Iran nicht mitspielt, wird auch der US-PrĂ€sident den Krieg mit all seinen Folgen fĂŒr die Energiepreise und Weltwirtschaft nicht einseitig beenden können."

"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob ĂŒberhaupt ernsthafte GesprĂ€che stattfinden", so Stanzl. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ebenfalls möglich, dass Saudi-Arabien eine aktive Kriegspartei werden könnte. "Ein Kriegseintritt Saudi-Arabiens wĂ€re eine weitere Eskalation des Irankriegs. Anleger suchen Hinweise auf einen Weg aus dem Krieg heraus - nicht auf weitere Signale fĂŒr ein immer tieferes Hineingleiten in etwas, das wie eine Spirale der Eskalation wirkt."

"Was wir gestern gesehen haben, war eine technische Gegenreaktion", fĂŒgte der Analyst hinzu. Eine Bodenbildung sei im Dax nur möglich, wenn die VolatilitĂ€t abnehme und der Ölpreis sinke. "FĂŒr eine Bodenbildung mĂŒssen sich die Kurse also beruhigen. Nach einer solchen Beruhigung sieht es im Dax derzeit noch nicht aus."

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Dienstagmorgen etwas schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1594 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8625 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,30 US-Dollar; das waren 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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