Börsenbericht, Livemeldung

Dax rutscht am Mittag ins Minus - NervositÀt steigt vor Wochenende

24.04.2026 - 12:31:59 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Freitag nach einem verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Minus gerutscht.

Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Anzeigetafel in der Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.080 Punkten berechnet, 0,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

"Der Dax hadert weiter mit der Marke von 24.000 Punkten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "SchĂŒtzenhilfe im Kampf um das primĂ€r aus psychologischer Sicht wichtige Niveau leisten die Aktien des Schwergewichts SAP. Insgesamt aber nimmt die NervositĂ€t vor dem Wochenende spĂŒrbar zu und die Investoren nehmen Risiko aus den Depots. Die weiter anziehenden Ölpreise stellen einen Belastungsfaktor dar, da sich die Inflationsfrage fĂŒr die Zukunft immer deutlicher stellt."

"Das risikoaverse Handelsverhalten rĂŒckt die Aktien von SAP, Siemens Energy, Deutsche Börse und Deutsche Telekom in den Fokus. Weniger gesucht sind die klassischen zyklischen Aktien, wobei BASF eine Ausnahme darstellt. Die Aussicht auf stark steigende Nachfrage nach Petrochemikalien durch ProduktionsausfĂ€lle macht die Aktien des grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Chemiekonzerns interessant. Es muss sich jedoch noch herausstellen, ob am Ende die Effekte aus höheren Verkaufspreisen oder die negativ wirkenden Einkaufspreise ĂŒberwiegen."

"Die grundsĂ€tzlichen Preissteigerungen lassen sich in den deutschen Erzeugerpreisen erkennen. Diese lagen mit einem Anstieg von 2,5 Prozent fĂŒr MĂ€rz ĂŒber dem erwarteten Zuwachs von lediglich 1,4 Prozent. Das dĂŒrfte mittelfristig Einfluss auf die Zinspolitik der EuropĂ€ischen Zentralbank haben und die Renditen an den AnleihemĂ€rkten weiter belasten."

"Die Gesamtsituation bleibt schwierig abzuschĂ€tzen und kann sich sekĂŒndlich verschlechtern oder entspannen. Keine einfache Ausgangslage fĂŒr die Anleger und in der aktuellen AusprĂ€gung durchaus einzigartig", so Lipkow.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Freitagnachmittag etwas stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,1689 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8555 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwĂ€cher, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.682 US-Dollar gezahlt (-0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 128,78 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 107,20 US-Dollar, das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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