Dax startet auf Vortagesniveau - Inflationssorgen bremsen aus
15.03.2024 - 09:32:11Die Angst vor einer erneuten Beschleunigung der Inflation in den USA habe die Kurse spĂ€testens seit der Veröffentlichung der Erzeugerpreise am Donnerstagnachmittag im Griff. "Nach den Verbraucherpreisen sind auch diese im Februar stĂ€rker gestiegen als erwartet und haben damit den Zinssenkungsfantasien einen DĂ€mpfer verpasst", so Stanzl weiter. "Die Investoren rund um den Globus dĂŒrften den 20. Juni in ihrem Kalender mittlerweile rot markiert haben. Dann wird die Federal Reserve die Zinsen das erste Mal wieder senken, so zumindest die Erwartungen im Markt." Doch der Termin wackele. Notenbankchef Powell könnte gezwungen sein, seine lockere Haltung gegenĂŒber der Geldpolitik aufzugeben. "Wenn er das tĂ€te, ginge ein Ruck durch die MĂ€rkte. Mit einer 54-prozentigen Wahrscheinlichkeit preist der Markt noch eine Zinssenkung im Juni, gestern Morgen vor der Veröffentlichung der Erzeugerpreise waren es noch 64 Prozent." Am Freitag verfielen weltweit Optionen und Futures im Wert von 4.000 Milliarden Dollar. "Hexensabbat, das Wort zumindest klingt mystisch, und letztendlich ist es das auch: ein Mythos. Im Vorfeld wird immer darĂŒber geschrieben, aber wenn das Ereignis vorbei ist, ist der Erkenntnisgewinn in der Regel gering." Es gebe einfach zu viele Einflussfaktoren fĂŒr den Aktienmarkt, als dass es Sinn mache, aus diesem Termin Marktbewegungen, Wendepunkte oder gar Kursziele abzuleiten. "Statistisch zumindest lĂ€sst sich fĂŒr und nach dem Hexensabbat keine typische Entwicklung an der Börse vorhersagen", sagte Stanzl. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Freitagmorgen kaum verĂ€ndert. Ein Euro kostete 1,0882 US-Dollar (-0,02 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9190 Euro zu haben. Der Ălpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 84,98 US-Dollar, das waren 44 Cent oder 0,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


