Dax startet zurĂŒckhaltend - Berichtssaison rĂŒckt in den Fokus
23.01.2026 - 09:33:58 | dts-nachrichtenagentur.de"Wirft man alle dominanten Faktoren des noch jungen Börsenjahrs 2026 in einen Topf - die Grönland-Angst, die nachlĂ€sst, die Zolldrohungen, die zurĂŒckgenommen wurden, das Rekordhoch nach der lĂ€ngsten Dax-Gewinnserie in der Geschichte - dann befindet sich der Dax bei rund 24.900 Punkten in einem neutralen Bereich", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Es ist exakt die Mitte zwischen Jahrestief und Rekordhoch. FĂŒr einen Anstieg ĂŒber 24.900 Punkte wollen die Anleger jetzt die RĂŒckversicherung der Unternehmen haben, dass ihre starken Gewinnerwartungen fĂŒr 2026 realistisch sind. Die nachlassende Grönland-Angst eröffnet Anlegern dabei die Möglichkeit, sich stĂ€rker der anstehenden Berichtssaison zu widmen."
"Dax-Anleger rechnen fĂŒr das kommende Jahr mit einem Gewinnwachstum der 40 Dax-Konzerne von 15? Prozent - mehr als im S&P 500 Index, der 2026 wohl nur auf ein Plus von etwa 13,5? Prozent kommt. Angesichts milliardenschwerer Infrastruktur- und RĂŒstungsprogramme der Bundesregierung setzen Anleger auf ein Comeback der deutschen Wirtschaft. Sollten die Unternehmenszahlen diesen Erwartungen jedoch nicht standhalten, könnte der derzeitige Optimismus schnell kippen."
"Der Goldpreis nĂ€hert sich in groĂen Schritten der 5.000-Dollar-Marke. Bei den Edelmetallen gilt: Dabei sein ist alles - und die Angst, eine historische Rally zu verpassen, dĂŒrfte ein zunehmender Kurstreiber hinter den Anstiegen sein. Gold-Anleger werden jedoch auch fast im Tagesrhythmus mit guten Nachrichten versorgt - zuletzt durch die AnkĂŒndigung der polnischen Zentralbank, weitere 150 Tonnen Gold kaufen zu wollen. Zentralbanken und Privatanleger bieten bei Gold um die Wette, und das treibt den Preis immer schneller nach oben. 5.000 Dollar im Gold und 100 Dollar im Silber - das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein", sagte Stanzl.
Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Freitagmorgen schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1731 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8524 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwĂ€cher, am Morgen wurden fĂŒr eine Feinunze 4.912 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 134,63 Euro pro Gramm.
Der Ălpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 64,39 US-Dollar, das waren 33 Cent oder 0,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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