Börsenbericht, Livemeldung

Dax stĂŒrzt am Mittag ins Minus - Autobauer unter Druck

04.05.2026 - 12:32:30 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Dax ist am Montag nach einem leicht positiven Start in die Handelswoche bis zum Mittag klar ins Minus gestĂŒrzt.

Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Frankfurter Börse - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.200 Punkten berechnet, 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Donnerstag.

Am unteren Ende der Kursliste tummelten sich nach den jĂŒngsten Zolldrohungen aus Washington die Papiere der Autobauer. Aber auch RWE und Deutsche Post standen unter Druck. Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien von Rheinmetall, Brenntag und Symrise.

"Nach einer hervorragend verlaufenden US-Berichtssaison, speziell bei den Halbleiterunternehmen und den Big-Techs, beginnt nun langsam wieder eine Phase der Makrodaten", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Der Fokus richte sich dabei verstĂ€rkt auf den Arbeitsmarkt in den USA und die zukĂŒnftige Geldpolitik in den USA wegen der RedebeitrĂ€ge von elf US-Notenbankern.

"Die höheren Energiepreise werden nicht gerĂ€uschlos an der Realwirtschaft vorbeiziehen, und ebenfalls die Situation auf dem internationalen DĂŒngemittelmarkt dĂŒrfte noch fĂŒr Preisturbulenzen im Lebensmittelsektor sorgen. Die nachgelagerten Auswirkungen machen es fĂŒr viele Investoren schwer, den Gesamtkontext zu den Quartalsergebnissen und dem Konsumverhalten herzustellen. Es zeigen sich bereits an einigen NebenkriegsschauplĂ€tzen entsprechende Änderungen."

"Im Dax dreht sich weiterhin alles um die Situation im Nahen Osten. Die beginnende Hauptversammlungssaison spĂŒlt zwar Gelder in die Kassen der AktionĂ€re, doch bleibt es derzeit fraglich, ob diese wieder an den europĂ€ischen AktienmĂ€rkten reinvestiert werden. In Europa werden in dieser Handelswoche noch einige wichtige Unternehmenskennzahlen unter anderem von Novo Nordisk, HSBC und Shell erwartet. In den USA wird Palantir seine Ergebnisse prĂ€sentieren und Auskunft ĂŒber die AktivitĂ€ten im KI-Sektor geben", sagte Lipkow.

Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Montagnachmittag schwĂ€cher: Ein Euro kostete 1,1696 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,8550 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 4.540 US-Dollar gezahlt (-1,6 Prozent). Das entspricht einem Preis von 124,80 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 113,50 US-Dollar, das waren 4,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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