Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro durch Pharma-Deal
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 08:18 Uhr, dpa.deApollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) einbringe, teilte der Dax DE0008469008-Konzern am Freitag mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital.
Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft (Verhüttungsmittel), das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.
Bayer ist in den USA seit Jahren mit einer milliardenteuren Klagewelle wegen angeblicher Krebsrisiken seiner glyphosathaltigen Unkrautvernichter konfrontiert. Allerdings schloss das Unternehmen im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar (knapp 6,4 Mrd Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung für eine endgültige Genehmigung soll am 19. August stattfinden.
Zudem hatte Bayer erst jüngst einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht in den USA erzielt. Dem Urteil des US Supreme Court zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.
