Platzeck, Kontakt

Platzeck: Kontakt zu Russland nach Frieden in der Ukraine

28.05.2026 - 14:53:49 | dpa.de

Der ehemalige Brandenburger MinisterprĂ€sident Matthias Platzeck rĂ€t zur Wiederaufnahme der GesprĂ€che mit Russland nach einem Frieden in der Ukraine - vor allem wegen gĂŒnstigerer Energie.

"Wenn es in absehbarer Zeit zu einem Friedensschluss in der Ukraine kommt, zu hinnehmbaren Bedingungen fĂŒr die Ukraine, dann sind wir gut beraten, trotzdem mit Russland wieder einen Draht zu suchen", sagte Platzeck dem RBB im Beitrag "Köpfe des Wandels". "Ich weiß, wie heiß umstritten das ist und fĂŒr unmöglich das von manchen gehalten wird."

Platzeck: Man kann GesprÀchspartner immer weniger aussuchen

Der frĂŒhere SPD-Vorsitzende ist der Ansicht, dass "wir immer weniger auf dieser Welt uns GesprĂ€chspartner aussuchen können". Als Beispiel nannte er Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin und US-PrĂ€sident Donald Trump. "Wir haben nur die AnfĂŒhrer, die wir haben, und mit denen mĂŒssen wir auch umgehen", sagte Platzeck. "Man muss es wenigstens versuchen." Er wirbt seit lĂ€ngerem fĂŒr eine diplomatische Friedenslösung fĂŒr die Ukraine. Wegen Reisen nach Russland, die er verteidigt und als privat bezeichnet, war er in Kritik geraten. Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine dauert seit 2022.

Ex-SPD-Chef warnt vor Isolation Deutschlands

Platzeck warnte davor, dass Deutschland wegen hoher Strompreise weltweit abgehĂ€ngt wird. "Dort ist ein Energieangebot, was noch Jahrzehnte tragen kann, und ich glaube, wir werden es nötig haben", sagte Platzeck mit Blick auf Russland. "Wir haben, glaube ich, eine Situation heute in Europa, wo wir (...) stĂ€rker darauf gucken mĂŒssen, dass wir den Anschluss an die Welt nicht verlieren mit der Hauptursache unserer Strompreise oder unserer Energiepreise."

Platzeck sieht Fehler in der Strategie der SPD

Der Ex-MinisterprĂ€sident sieht angesichts der niedrigen Umfragewerte fĂŒr die SPD Fehler in der Strategie. "Wir hĂ€tten solche Ergebnisse, glaube ich, nicht mal im bösesten Traum vor 20 Jahren fĂŒr denkbar und fĂŒr möglich gehalten", sagte Platzeck. "Wir haben bestimmt Fehler gemacht." An manchen Stellen gebe es nicht mehr den klaren Blick fĂŒr die sogenannten kleinen Leute.

Die SPD bilde wegen der geringeren Mitgliederzahl nicht mehr die Vielfalt der Gesellschaft ab, sagte er. "Es ist sehr akademisch geworden, bis zur Sprache hin sehr akademisch geworden. (...) Wenn Sie das alles zusammennehmen, ist da eine Entfernung entstanden. Die mĂŒssen wir dringend wieder abbauen, dringend ĂŒberbrĂŒcken, sonst entgleitet uns das."

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69433098 |