Elektro-Trittroller-Anbieter, Bird

Elektro-Trittroller-Anbieter Bird in US-Insolvenzverfahren

20.12.2023 - 09:47:00 | dpa.de

Der Elektro-Trittroller-Anbieter Bird will sich in einem US-Insolvenzverfahren sanieren.

Der Betrieb soll dabei unverĂ€ndert weitergehen, wie Bird am Mittwoch mitteilte. Mit Geldgebern wurde demnach eine neue Finanzierung ĂŒber 25 Millionen Dollar vereinbart, und der US-Konzern Bird Global beantragte ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, das Schutz vor Forderungen der GlĂ€ubiger bietet. Die europĂ€ische Firma Bird Europe und das GeschĂ€ft in Kanada seien nicht Teil des Verfahrens.

Bird war 2017 von Travis VanderZanden, einem ehemaligen Manager des Fahrdienst-Vermittlers Uber US90353T1007 gegrĂŒndet worden. Die Firma war ein Vorreiter bei der GeschĂ€ftsidee, Roller zum Mieten in große StĂ€dte zu bringen und wurde schnell mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Das Interesse an den E-Scootern als Fortbewegungsmittel ließ jedoch nach. Es hagelte auch Kritik, die Fahrzeuge belegten zu viel Platz auf Gehwegen. Paris verbot Trittbrettroller zum September.

Die Bird-Aktie war vor diesem Hintergrund schon lÀnger auf Talfahrt. Die New Yorker Börse startete im September das Verfahren, um sie vom Handelsplatz zu nehmen, nachdem der durchschnittliche Börsenwert von Bird an mehr als 30 Tagen in Folge unter 15 Millionen Dollar lag.

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