Ceconomy will Umsatz und Ergebnis steigern - Aktie sackt ab
18.12.2023 - 10:51:39Konzernchef Karsten Wildberger sieht den Konzern bei seinem laufenden Umbau zudem "im Plan". Im vergangenen GeschĂ€ftsjahr konnte das Unternehmen mit seinen ElektronikmĂ€rkten Media Markt und Saturn Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis steigern. Wertberichtigungen und Verluste bei seiner Beteiligung am französischen Unternehmen Fnac Darty, der Verkauf von Unternehmensteilen sowie Umbaukosten drĂŒckten Ceconomy unter dem Strich jedoch in die Verlustzone.
"Wir sind in einem herausfordernden Marktumfeld stark gewachsen und haben unsere Marktposition deutlich gestĂ€rkt", kommentierte Wildberger am Montag die Entwicklung im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr. Die Transformation schreite voran. Dabei setzt Ceconomy auf Dienstleistungen und baut sein MarktplatzgeschĂ€ft aus. Das Ladennetz wird modernisiert. Die Marken Media Markt und Saturn wurden zusammengelegt. Und auch die Struktur wurde vereinfacht und verschlankt, was zu deutlichen Einsparungen fĂŒhren soll. Dabei wurde der mehrheitliche Teil der erwarteten Umbaukosten im vergangenen GeschĂ€ftsjahr 2022/23 verbucht.
Der Umsatz soll im GeschĂ€ftsjahr 2023/24 (per Ende September) wĂ€hrungs- und portfoliobereinigt leicht zulegen, wie das Unternehmen in DĂŒsseldorf mitteilte. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll sich deutlich verbessern. Dabei setzt der Betreiber der ElektronikmĂ€rkte Media Markt und Saturn auf Deutschland, Ăsterreich und Schweiz sowie West- und SĂŒdeuropa. Die Aktionen rund um den Black Friday und der Vorweihnachtszeit seien sowohl in den MĂ€rkten als auch online gut angenommen worden, hieĂ es weiter. Das erste GeschĂ€ftsquartal mit seinem WeihnachtsgeschĂ€ft ist traditionell das wichtigste fĂŒr Ceconomy.
FĂŒr die Aktie des Konzerns ging es am Morgen zuletzt um 7,5 Prozent abwĂ€rts. Das Konsumumfeld bleibe sehr schwierig und der Ausblick fĂŒr das neue GeschĂ€ftsjahr entsprechend vage, urteilte ein Marktteilnehmer. Die ProfitabilitĂ€t bleibe ein Problem. Baader-Bank-Analyst Volker Bosse nannte den Ausblick hingegen erwartungsgemÀà solide. Konkrete Aussagen zum laufenden ersten Quartal habe es nicht gegeben. Aus dem Jahresausblick lasse sich jedoch ablesen, dass die Einwicklung in den wichtigen Monaten November und Dezember bislang in Ordnung bis gut aussehe.
Im vergangenen GeschÀftsjahr legte der Umsatz von Ceconomy wÀhrungs- und portfoliobereinigt um 4,7 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro zu. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz sank dabei um 2,5 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent, soll aber bis 2025/26 auf 30 Prozent steigen. Der stationÀre Handel zeigte sich im vergangenen GeschÀftsjahr robust und legte um 6,6 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro zu. Dank Kosteneinsparungen stieg der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern von 208 Millionen auf 243 Millionen Euro.
Wegen einer Wertberichtigung auf die Beteiligung an dem französischen Konkurrenten Fnac Darty schrieb Ceconomy jedoch rote Zahlen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 39 Millionen Euro nach einem Gewinn von 126 Millionen im Vorjahr. Negativ wirkten sich auch der Verkauf des GeschÀfts in Schweden und Portugal sowie Umbaukosten aus. Im Schlussquartal erzielte das Unternehmen hingegen einen Gewinn von 28 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 24 Millionen Euro angefallen war. Ceconomy hatte bereits Ende Oktober vorlÀufige operative Zahlen vorgelegt.

