Delivery Hero steigert operativen Gewinn - Aber noch kein Ausblick 2026
27.02.2026 - 12:06:49 | dpa.de"2025 hat Delivery Hero seine Resilienz trotz wettbewerbsbedingtem und makroökonomischem Gegenwind gezeigt", sagte Konzernchef Niklas Ăstberg am Freitag laut Mitteilung. Analysten sahen indes Licht und Schatten in den Resultaten. An der Börse gab der Aktienkurs nach.
Die im MDax DE0008467416 gelistete Aktie notierte zuletzt ĂŒber sechs Prozent im Minus bei 19,25 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie gut 15 Prozent an Wert verloren, in den vergangenen zwölf Monaten sogar fast ein Drittel. Seit dem Rekordhoch Anfang 2021 - also wĂ€hrend des Bestellbooms in der Pandemie - ist der Börsenwert um rund 87 Prozent eingebrochen.
Zuletzt verunsicherten Berichte, wonach Investoren das Management auf VerkĂ€ufe von GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten drĂ€ngen sollen, sowie ein RĂŒckschlag in einem Gerichtsprozess in Italien die Anleger. Im Dezember hatte Delivery Hero die PrĂŒfung möglicher VerkĂ€ufe von Unternehmensanteilen angekĂŒndigt. Allerdings gebe es immer noch keine ĂuĂerungen, wie einzelne GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten zu Geld gemacht werden könnten, stellte Analystin Annick Maas von Bernstein Research nun fest.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im vergangenen Jahr derweil auf ĂŒber 900 Millionen Euro, wie das Unternehmen auf Basis vorlĂ€ufiger Zahlen am Freitag mitteilte. Dies liegt im Rahmen der Erwartungen des Unternehmens und von Analysten. Im Vorjahr wurden hier 692,5 Millionen Euro verbucht.
Der bestellte Bruttowarenwert erhöhte sich zu konstanten Wechselkursen um neun Prozent auf knapp 49,2 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz aller Segmente kletterte um fast ein Viertel auf 14,8 Milliarden Euro. Der freie Barmittelfluss ĂŒbertraf 200 Millionen Euro.
Laut Wassachon Udomsilpa von der kanadischen Bank RBC verfehlte Delivery Hero wegen ĂŒberraschend starker negativer WĂ€hrungseffekte die Erwartungen an den Bruttowarenwert (GMV) 2025 knapp. Das vergleichbare Wachstum habe aber trotz der im Schlussquartal deutlich gesunkenen Dynamik in der Mena-Region (Naher Osten und Nordafrika) positiv ĂŒberrascht. Dazu habe das Management von einer ermutigenden Entwicklung in SĂŒdkorea sowie einem wieder anziehenden Schwung in Saudi-Arabien im Dezember gesprochen.
Zum GMV-Wachstum trugen nominal alle Regionen bis auf Asien bei. FĂŒr das GeschĂ€ft in Asien zeigt sich Delivery Hero jedoch zuversichtlich. So sei die Anzahl der Bestellungen in SĂŒdkorea im vierten Quartal wieder gewachsen und das Segment sei auf vergleichbarer Basis bei konstanten Wechselkursen wieder gewachsen.
Den Ausblick auf 2026 will das Management mit Vorlage des GeschÀftsberichts Ende MÀrz vorstellen.
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