Devisen: Euro fÀllt nach US-EinzelhandelsumsÀtzen
16.07.2024 - 16:46:16 | dpa.deAm Nachmittag kostete die GemeinschaftswĂ€hrung 1,0878 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch ĂŒber 1,09 Dollar notiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0902 (Montag: 1,0907) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9172 (0,9168) Euro.
GestĂŒtzt wurde der US-Dollar durch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus USA. Die UmsĂ€tze des Einzelhandels hatten sich im Juni besser als erwartet entwickelt. Die Erlöse stagnierten im Vergleich zum Vormonat. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem RĂŒckgang um 0,3 Prozent gerechnet.
"Dies ist eine gute Nachricht fĂŒr die Ăkonomie der Vereinigten Staaten", kommentierte Tobias Basse, Volkswirt bei NordLB. Die US-Notenbank stehe unter keinem akuten Handlungsdruck, die Zinsen zu senken. Basse rechnet mit zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr.
Die gesunkenen Konjunkturerwartungen der Finanzexperten fĂŒr Deutschland belasteten den Euro nicht. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel erstmals seit einem Jahr. "Der wirtschaftliche Ausblick trĂŒbt sich ein", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. "Dazu beigetragen haben die im Mai stĂ€rker als erwartet gesunkenen deutschen Exporte, die politische Unsicherheit in Frankreich und die Unklarheit ĂŒber die weitere Geldpolitik der EuropĂ€ischen Zentralbank."
Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,84058 (0,84045) britische Pfund, 172,65 (172,34) japanische Yen und 0,9761 (0,9755) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2449 Dollar gehandelt. Das waren etwa 27 Dollar mehr als am Vortag.
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