Devisen: Euro gibt im US-Handel spĂŒrbar nach - Frankreich-Wahl verunsichert
13.06.2024 - 21:05:08Die GemeinschaftswĂ€hrung kostete rund eine Stunde vor dem Börsenschluss an der Wall Street 1,0740 US-Dollar. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag in Frankfurt auf 1,0784 (Mittwoch: 1,0765) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9272 (0,9289) Euro. Die anstehenden Parlamentswahlen in Frankreich hatten auch auf den europĂ€ischen AnleihemĂ€rkten mit neuen Umfragewerten fĂŒr Verunsicherung gesorgt. Demnach ist die Zustimmung fĂŒr den französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron auf den niedrigsten Stand seit Ende 2018 gefallen.
Die am Nachmittag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten stĂŒtzten den Euro nur kurz. Die ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche deutlich stĂ€rker gestiegen als erwartet. Ein schwĂ€cherer Arbeitsmarkt dĂ€mpft tendenziell die Lohnentwicklung, was es der US-Notenbank Fed erleichert, die Inflation zu bekĂ€mpfen. Zudem sind im Mai auch die Erzeugerpreise im Jahresvergleich weniger stark gestiegen als erwartet, was ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Inflationsentwicklung ist.
Die US-Notenbank hatte am Mittwoch nur noch eine Leitzinssenkung in diesem Jahr signalisiert. Im MĂ€rz noch waren drei in Aussicht gestellt worden. Die im Mai leicht, aber ĂŒberraschend gesunkene Inflationsrate in den USA hat die EinschĂ€tzung der Fed offenbar kaum geĂ€ndert. Das hatte Fed-Chef Jerome Powell zwar als ermutigend bezeichnet, zugleich aber die Notwendigkeit von noch mehr "guten Daten" betont. Zinssenkungen belasten tendenziell eine WĂ€hrung.

