WĂ€hrung, Frankreich

Devisen: Euro legt zum US-Dollar etwas zu

16.04.2024 - 16:39:20 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 hat sich am Dienstag unter dem Strich kaum bewegt.

Am Nachmittag kostete die GemeinschaftswÀhrung 1,0638 US-Dollar. Sie lag damit etwas höher als am Morgen. Die EuropÀische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0637 (Montag: 1,0656) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9401 (0,9384) Euro.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten stĂŒtzten den Euro etwas, nachdem er zunĂ€chst ein wenig gefallen war. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW ist im April auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahren gestiegen. Der Anstieg war auch stĂ€rker als von Volkswirten erwartet.

"Eine sich erholende Weltwirtschaft hebt die Erwartungen fĂŒr Deutschland", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. Er verweist auch auf die erwartete Aufwertung des US-Dollar zum Euro. Eine schwĂ€chere WĂ€hrung kommt in der Regel dem Außenhandel zugute, da sie Ausfuhren wechselkursbedingt vergĂŒnstigt.

Zuletzt hatten robuste Konjunkturdaten aus den USA den Dollar gestĂŒtzt und den Euro belastet. "Sie untermauern das am Markt vorherrschende Bild, dass die US-Wirtschaft besser performt als die der Eurozone", erklĂ€rte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank.

Unterdessen ist im MĂ€rz die Industrieproduktion in den USA erneut zum Vormonat gestiegen. Der Zuwachs lag jedoch im Rahmen der Erwartungen. Robuste Konjunkturdaten hatten zuletzt die Erwartung gedĂ€mpft, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen bald senken könnte. Dies hatte den Dollar gestĂŒtzt.

Finnlands Notenbankchef Olli Rehn bestĂ€tigte unterdessen die Erwartung, dass die EZB ihre Geldpolitik im Juni lockern könnte. Er verwies aber auch auf Unsicherheiten fĂŒr dieses Szenario, insbesondere die vielen geopolitischen Risiken und die damit verbundene Gefahr steigender Inflationsraten. Auch Analysten hatten zuletzt vermehrt darauf hingewiesen, dass eine weitere Eskalation im Nahen Osten die Rohölpreise treiben und die Inflation beschleunigen könnte.

Zu anderen wichtigen WĂ€hrungen legte die EZB die Referenzkurse fĂŒr einen Euro auf 0,85440 (0,85405) britische Pfund, 164,54 (164,05) japanische Yen und 0,9712 (0,9725) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2370 Dollar gehandelt. Das waren etwa 13 Dollar weniger als am Vortag.

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