Devisen: Euro nach Auf und Ab letztlich kaum verÀndert
16.02.2024 - 21:07:34 | dpa.deIm New Yorker Handel notierte die GemeinschaftswÀhrung zuletzt bei 1,0777 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0768 (Donnerstag: 1,0743) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9286 (0,9308) Euro gekostet.
Der Euro war im europĂ€ischen Nachmittagshandel zeitweise unter Druck geraten, nachdem der Dollar zu allen wichtigen WĂ€hrungen zugelegt hatte. Die GemeinschaftswĂ€hrung sank kurzzeitig bis auf 1,0732 Dollar, sie erholte sich aber rasch wieder. Im Verlauf sorgte eine sich aufhellende Stimmung der US-Verbraucher fĂŒr eine Gegenbewegung. Das von der UniversitĂ€t Michigan erhobene Konsumklima erreichte den höchsten Wert seit Mitte 2021.
In den USA waren die Erzeugerpreise im Januar stĂ€rker gestiegen als erwartet. Diese wirken sich auch auf die Verbraucherpreise aus. Die Daten sprechen daher dafĂŒr, dass eine Zinssenkung in den USA eher spĂ€ter kommen wird. Beobachter erwarten angesichts der zuletzt ansonsten rĂŒcklĂ€ufigen Inflation im weiteren Jahresverlauf Zinssenkungen. Niedrigere Zinsen belasten tendenziell eine WĂ€hrung.
WidersprĂŒchliche Aussagen zur kĂŒnftigen Geldpolitik kamen aus der EZB. Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau warnte davor, dass man die Zinsen auch zu spĂ€t senken könne. Dabei ist seiner EinschĂ€tzung nach das Risiko, zu spĂ€t zu handeln, "mindestens" so groĂ wie verfrĂŒht zu handeln. Vor einer zu frĂŒhen Lockerung warnte hingegen EZB-Direktorin Isabel Schnabel. Die Ausrichtung der Notenbank mĂŒsse straff bleiben, bis man zuversichtlich sein könne, dass die Inflation nachhaltig auf das Ziel von zwei Prozent falle.
Aufgrund der zuletzt rĂŒcklĂ€ufigen Inflation werden von der EZB in diesem Jahr Zinssenkungen erwartet. Zeitpunkte und AusmaĂ sind aber ungewiss. Fachleute rechnen mit einer ersten Zinssenkung im Euroraum gegen Mitte des Jahres.
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