Devisen: Euro gerÀt nach US-Inflationsdaten unter Druck
12.03.2024 - 19:55:14 | dpa.deNach einem Rutsch bis auf 1,0902 US-Dollar konnte die GemeinschaftswĂ€hrung aber wieder ein wenig Boden gut machen. Im New Yorker Handel wurden zuletzt 1,0920 Dollar fĂŒr einen Euro bezahlt. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0916 (Montag: 1,0926) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,9160 (0,9152) Euro gekostet.
Die US-Verbraucherpreise fĂŒr den Februar belegten eine ĂŒberraschende Beschleunigung des Preisauftriebs. Analysten hatten hingegen eine im Vergleich zum Vormonat unverĂ€nderte Inflationsrate erwartet. Dagegen ging die Kerninflationsrate zurĂŒck - wenn auch nicht so deutlich wie prognostiziert.
Die Kerninflationsrate ist fĂŒr die Geldpolitik der US-Notenbank Fed besonders wichtig. Denn sie gibt den allgemeinen Preistrend nach Meinung von Fachleuten besser wieder als die Gesamtrate, da schwankungsanfĂ€llige Komponenten wie Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden.
An den FinanzmĂ€rkten werden fĂŒr dieses Jahr ĂŒberwiegend Zinssenkungen ab Juni erwartet. Vertreter der Fed haben die Erwartungen zuletzt gedĂ€mpft. Man wolle zunĂ€chst die weitere Inflationsentwicklung abwarten. Eine erste Zinssenkung vor der Jahresmitte "dĂŒrfte nun endgĂŒltig vom Tisch sein", schrieb Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank Baden-WĂŒrttemberg. Am Markt gehen viele Anleger aber nach wie vor davon aus, dass im Juni die lang ersehnte Wende in der Geldpolitik kommt. Niedrigere Zinsen schmĂ€lern tendenziell die AttraktivitĂ€t einer WĂ€hrung als Anlage.
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