Devisen: Euro sinkt nach EZB-Leitzinssenkung und robusten US-Daten weiter
17.10.2024 - 20:45:54Zudem gaben robuste amerikanische Konjunkturdaten dem US-Dollar gegenĂŒber der GemeinschaftswĂ€hrung Auftrieb.
Nach einem Rutsch bis auf den tiefsten Stand seit Anfang August bei 1,0811 Dollar kostete der Euro im New Yorker Handel zuletzt 1,0826 Dollar. Damit setzte er seine Talfahrt fort, die Anfang September begonnen hatte.
Die EZB verringerte wie allgemein erwartet den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Sie reagierte mit der dritten Senkung in diesem Jahr auf die rĂŒcklĂ€ufige Inflation sowie die schwache Konjunktur im Euroraum. Ebenso wenig ĂŒberraschend verzichteten die WĂ€hrungshĂŒter auf Hinweise fĂŒr eine weitere Senkung auf der Dezember-Sitzung. Man werde weiter datenabhĂ€ngig entscheiden und lege sich nicht im Voraus auf einen Zinspfad fest, sagte EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde. "Wir haben der Inflation noch nicht ganz das Genick gebrochen, aber wir kommen voran."
Der Dollar profitierte von mehrheitlich robusten US-Wirtschaftsdaten. So waren die EinzelhandelsumsĂ€tze im September etwas stĂ€rker gestiegen als erwartet. Zudem sanken die wöchentlichen ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe ĂŒberraschend deutlich. Die Industrieproduktion ging im September hingegen etwas stĂ€rker zurĂŒck als prognostiziert. Zudem war die Entwicklung im August schwĂ€cher als bisher bekannt ausgefallen.

