Devisen, Euro

Devisen: Euro steigt zum US-Dollar weiter

08.05.2026 - 21:14:50 | dpa.de

Der Euro EU0009652759 ist am Freitag im US-Handel noch etwas weiter gestiegen.

Der Kurs der europÀischen GemeinschaftswÀhrung notierte zuletzt bei 1,1781 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1761 (Donnerstag: 1,1770) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8502 (0,8496) Euro gekostet.

Die angespannte Lage im Nahen Osten wirkt sich aktuell nicht sonderlich auf das Geschehen am Devisenmarkt aus. Die Lage hat sich dort zuletzt wieder zugespitzt. Der Anstieg der Ölpreise hielt sich jedoch in Grenzen und der Euro wurde nicht belastet.

Das US-MilitĂ€r hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe hĂ€tten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das fĂŒr den Nahen Osten zustĂ€ndige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormus hat das US-MilitĂ€r als Vergeltung zudem Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.

Der etwas besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht stĂŒtzte den US-Dollar kaum. Die BeschĂ€ftigtenzahl legte im April deutlicher zu als erwartet. Der Anstieg der Stundenlöhne blieb hingegen etwas hinter den Prognosen zurĂŒck, wĂ€hrend die Arbeitslosenquote auf einem niedrigen Niveau verharrte.

Commerzbank-Experte Christoph Balz erwartet nach dem Bericht keine baldige Leitzinssenkung durch die US-Notenbank. Die Mitglieder der Fed dĂŒrften sich in ihrer mehrheitlich gehaltenen EinschĂ€tzung bestĂ€tigt sehen, dass der Arbeitsmarkt im Moment das geringere Problem sei. "Dagegen verfehlt die Fed ihr Inflationsziel seit fĂŒnf Jahren, und die steigenden Energiepreise sorgen aktuell fĂŒr einen weiteren Teuerungsschub", schreibt Balz. "Es ist daher erst gegen Jahresende mit einer Zinssenkung zu rechnen, auch wenn sie von PrĂ€sident Trump immer wieder gefordert wird."

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