Airbus, A350-Frachter

Airbus punktet mit A350-Frachter weiter in Boeings StammgeschÀft

26.05.2026 - 13:59:32 | dpa.de

Der europÀische Flugzeugbauer Airbus NL0000235190 drÀngt mit seinem neuen Frachtjet A350F weiter in die DomÀne seines kriselnden US-Rivalen Boeing US0970231058.

Bis Ende April hatten 14 KĂ€ufer insgesamt 101 Maschinen des neuen Typs fest bestellt. Und am Dienstag stockte die Frachtfluggesellschaft Air China Cargo ihre Bestellung vom November von sechs auf zehn Flugzeuge auf - noch bevor Airbus ĂŒberhaupt einen Jet des Typs ausgeliefert hat.

Seit Jahrzehnten beherrschte Boeing den Markt fĂŒr große Frachtflugzeuge. Doch in seiner Dauerkrise hat der US-Konzern auch in diesem Segment an Höhe verloren. Dabei galt der Großraumjet Boeing 777F in der Branche lange als das Frachtflugzeug ĂŒberhaupt. Die Frachtversion des Passagierjets 777 ist ĂŒberall in der Branche prĂ€sent. Auch die Lufthansa DE0008232125 setzte bei der Erneuerung ihrer Frachterflotte vor einigen Jahren auf die 777F.

Doch die Entwicklung der 777X als modernisierte und weniger spritdurstige Neuauflage der 777 entwickelte sich zu einer jahrelangen HĂ€ngepartie. Nicht nur die Passagierversion soll inzwischen erst 2027 kommen und damit sieben Jahre spĂ€ter als geplant. Auch auf den modernisierten Frachter mĂŒssen die Airlines viel lĂ€nger warten. Da war es einigen Gesellschaften nur recht, dass Airbus aus seinem Passagierjet A350-1000 eine Frachtversion entwickeln wollte.

GrĂ¶ĂŸter Auftraggeber der A350F ist inzwischen Atlas Air Worldwide DE0008469008, der Mutterkonzern der Frachtfluggesellschaft Atlas Air aus den USA. Das Unternehmen bestellte im MĂ€rz auf einen Schlag gleich 20 Airbus A350.

Allerdings mĂŒssen sich auch die ersten KĂ€ufer des Airbus-Modells lĂ€nger gedulden als zunĂ€chst gedacht. Hatte Airbus-Chef Faury die Erstauslieferung bei AnkĂŒndigung der Entwicklung 2021 noch fĂŒr das Jahr 2025 in Aussicht gestellt, rechnet er mit diesem Schritt inzwischen erst fĂŒr das zweite Halbjahr 2027.

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