Aktien Europa Schluss: EuroStoxx auf Rekordhoch - Pharmaaktien sehr stark
01.10.2025 - 18:29:56 | dpa.deDoch nicht nur der Leitindex der Euroregion legte zu, auch allgemein zeigten sich die wichtigsten AktienmÀrkte Europas zur Wochenmitte freundlich. Auftrieb gab vor allem die Pharmabranche nach Neuigkeiten aus den USA.
Der EuroStoxx gewann 0,93 Prozent auf 5.581,21 Punkte. Seine Bestmarke liegt nun bei etwas ĂŒber 5.590 ZĂ€hlern. AuĂerhalb des Euroraums legte der schweizerische SMI CH0009980894 um 2,07 Prozent auf 12.360,13 Punkte zu und profitierte damit sehr deutlich von den Kursgewinnen seiner Pharma-Schwergewichte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 stieg um 1,03 Prozent auf 9.446,43 Punkte. Hier waren etwa Astrazeneca GB0009895292, GSK GB0009252882 und Hikma Pharma besonders gefragt.
Tags zuvor hatte die US-Regierung im Streit ĂŒber hohe Medikamentenpreise mit dem Pharma-Branchenriesen Pfizer US7170811035 eine erste Vereinbarung bekannt gegeben. Dieser hat sich bereit erklĂ€rt, Preise fĂŒr Medikamente im Rahmen von Medicaid im Gegenzug fĂŒr Zollerleichterungen zu senken. Laut PrĂ€sident Donald Trump sollen weitere Vereinbarungen mit anderen Pharmakonzernen folgen. Damit schwinde nicht nur Unsicherheit, sondern - da bisher Schlimmeres befĂŒrchtet worden sei -, herrsche auch allgemein Erleichterung, sagte ein Börsianer.
Die US-Haushaltssperre lieĂ die MĂ€rkte unterdessen kalt. Das könnte sich aber noch Ă€ndern. "Die Anleger setzen darauf, dass in den kommenden Tagen doch noch eine Lösung gefunden und der Shutdown beendet wird", schrieb Marktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robomarkets. "Doch mit jedem weiteren Tag ohne AnnĂ€herung im Kongress dĂŒrfte dieses Thema an Brisanz gewinnen."
Denn die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten wird damit behindert. FĂŒr die US-Notenbank Fed könnte dies problematisch werden, zumal Ende Oktober die nĂ€chste Zins-Sitzung ansteht. "Auch ohne die fehlenden Daten steht das Komitee bereits vor der schwierigen Aufgabe, einen schwĂ€chelnden Arbeitsmarkt mit erheblichen AbwĂ€rtsrisiken gegen ein zunehmend inflationĂ€res Umfeld abzuwĂ€gen", sagte Eric Winogard, Chefvolkswirt USA bei AllianceBernstein.
