Saint-Gobain strebt in kommenden Jahren mehr Gewinn an
06.10.2025 - 11:40:38Mit Milliarden fĂŒr ZukĂ€ufe und Investitionen will Chef Benoit Bazin den Konzern auch weiter deutlich umbauen. Gut ein FĂŒnftel der Vermögenswerte steht auf dem PrĂŒfstand. ZusĂ€tzlich wollen die Franzosen bis 2030 zusammengenommen rund 8 Milliarden Euro fĂŒr Dividenden und AktienrĂŒckkĂ€ufe ausgeben. Die Aktie zeigte sich zunĂ€chst unbeeindruckt, fiel aber zuletzt mit dem wegen der französischen Regierungskrise schwachen Markt.
Das Umsatzwachstum von 2026 bis 2030 in lokalen WĂ€hrungen dĂŒrfte im Schnitt im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen, wie der im französischen Leitindex Cac 40 FR0003500008 notierte Konzern am Montag in Courbevoie anlĂ€sslich einer Investorenveranstaltung mitteilte. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilt Bazin eine Marge zwischen 15 und 18 Prozent an. Im vergangenen FĂŒnfjahreszeitraum hatte Saint-Gobain die Latte bei vergleichbaren 13 bis 15 Prozent niedriger gelegt. 2024 lag die so gemessene ProfitabilitĂ€t bei rund 15,5 Prozent.
FĂŒr ZukĂ€ufe und Investitionsausgaben stehen bei Saint-Gobain in dem Zeitraum rund 12 Milliarden Euro bereit. Mehr als 20 Prozent der Vermögenswerte dĂŒrften ausgetauscht werden, hieĂ es.
Der Mittelfristausblick entspreche weitgehend ihren Gedanken vor dem Investorentag, schrieb Jefferies-Analystin Glynis Johnson. Manche Stimmen seien in den vergangenen Wochen auch skeptischer gewesen, fĂŒgte sie hinzu. Am oberen Ende der Margenbandbreite lĂ€gen die Ziele rund 15 Prozent besser als ihre bisherigen SchĂ€tzungen fĂŒr das Jahr 2030.
Analystin Elodie Rall von JPMorgan Ă€uĂerte sich Ă€hnlich. Am oberen Ende der Bandbreite lĂ€gen die Margenziele womöglich höher als gemeinhin gedacht, alles in allem entsprĂ€chen die PlĂ€ne den Erwartungen.

