Winterkorn weist Verantwortung im VW-Dieselskandal zurĂŒck
14.02.2024 - 12:00:02"Ich halte diese VorwĂŒrfe fĂŒr unzutreffend", sagte der 76-JĂ€hrige am Mittwoch als Zeuge vor dem Oberlandesgericht Braunschweig. Winterkorn bezog sich dabei auf die beiden Strafverfahren, die ebenfalls in Braunschweig gegen ihn anhĂ€ngig sind.
Am Landgericht ist Winterkorn unter anderem wegen gewerbsmĂ€Ăigen Betrugs und uneidlicher Falschaussage im Untersuchungsausschuss des Bundestags angeklagt. In einem zweiten Verfahren geht es um VerstöĂe gegen das Wertpapierhandelsgesetz, bei denen dem frĂŒheren Manager vorgeworfen wird, trotz Kenntnis den Kapitalmarkt nicht rechtzeitig informiert zu haben.
"Ich habe mich entschieden, hier als Zeuge auszusagen, um meinen Beitrag zur AufklÀrung des Sachverhaltes im sogenannten Dieselkomplex zu leisten", sagte Winterkorn in einer persönlichen ErklÀrung. In dem Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ringen Anleger seit 2018 um Schadenersatz, weil sie nach dem Auffliegen des Skandals Kursverluste erlitten. Derzeit geht es vor dem OLG um rund 4,4 Milliarden Euro.
Erst "sehr spÀt" und "zunÀchst nur unvollstÀndig" will Winterkorn von Problemen mit den US-Behörden erfahren haben. "WÀre mir ein vollstÀndiges Bild von den internen VorgÀngen in den verantwortlichen Fachabteilungen vermittelt worden, hÀtte ich nicht gezögert, die VorgÀnge direkt anzugehen und aufzuklÀren", sagte Winterkorn. Notfalls wÀre er selbst in die USA geflogen, um vertraulich mit den Behörden zu sprechen, sagte er.

